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In Burgdorf schaut man sorgsam zu Armeematerial - nur wie lange noch?
Die Eidgenössische Finanzkontrolle sitzt der Stiftung Historisches Material der Schweizer Armee (HAM) im Nacken. Hauptkritik: kein museales Profil und es werde zuviel Material gesammelt und repariert und zuwenig aussortiert. Kurz: die HAM verschleudere Geld.
Der Geschäftsführer der Stiftung, Stefan Schärer entgegnet, dass sie sich sehr wohl bewusst sind, was sie ausstellen und den Vorwurf, der unkontrollierten Sammlung lässt er nicht gelten. Es ist aber auch für ihn eine delikate Angelegenheit. Im Gesamten geht es auch um 17 Arbeitsplätze. "Ich nehme die Kritik der Finanzkontrolle ernst, stehe aber auch hinter der Sammlung", so Schärer. "Sie hat historischen Wert und wenn man nicht mehr dazu schaut, dann verliert die Sammlung und am Ende die ganze Schweizer Geschichte."
Ein Besuch in der begehbaren Sammlung in Burgdorf, neben Thun der zweite Standort der Stiftung, beeindruckt. Auch wenn man bedenkt, dass der grosse Teil der ausgestellten Stücke militärischen Charakter haben und unter dem Strich zum Zerstören und Töten konstruiert wurden, ist der historische Wert unverkennbar. Alte Kutschen, Fahrräder, Saurer-Lastwagen oder ausrangiertes Material der Alliierten aus dem Zweiten Weltkrieg, alles findet Platz in den drei Hallen auf dem Armeegelände in Burgdorf. "Wir kämpfen drum", so Stefan Schärer und spricht von einer guten Anspannung im Zusammenhang mit der Zukunft der Stiftung.
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