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| Gesundheit

Immer weniger Jugendliche halten Alkohol für ungesund

Jugendliche nehmen im Kanton Bern Alkohol immer weniger als Gefahr für die Gesundheit wahr. Zu diesem Schluss kommt das Blaue Kreuz nach einer jährlichen Befragung von gegen tausend Oberstufenschülerinnen und -schülern.

Im Jahr 2016 gaben noch über 62 Prozent der Befragten an, keinen Alkohol zu trinken, weil dieser schlecht für die Gesundheit sei. 2021 waren es noch etwas mehr als 52 Prozent, wie aus einer Mitteilung des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg vom Dienstag hervorgeht.

Die Organisation sieht einen der Gründe für diese Entwicklung darin, dass es der Alkoholindustrie teilweise besser gelungen sei, Alkohol als "gesund" zu vermarkten.

Dazu kommt, dass Jugendliche während der Corona-Krise vermehrt Alkohol konsumiert haben. Dies hat unter anderem eine Studie von Sucht Schweiz gezeigt.

Das Blaue Kreuz warnt zudem in seiner Mitteilung vor einer neuen Welle des Tabakkonsums in Form von Nikotinbeuteln und Schnupftabak. Seit 2016 habe sich der mindestens monatliche Konsum auf acht Prozent vervierfacht.

In dieser Zeit stiegen die grossen Tabakkonzerne ins Schnupftabak-Geschäft ein. Die noch nicht lange verfügbaren Nikotinbeutel dürften dem Mark zusätzlichen Auftrieb geben, vermutet die Fachorganisation für Suchtfragen.

sda/neo1

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