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Im Oberthal bereitet man sich auf einen weiteren Wassermangel vor
Lang, heiss und vor allem trocken: So war der Hitzesommer im letzten Jahr. Dies hatte, besonders ab dem Herbst, schwerwiegende Folgen für die Anwohner im Oberthal, besonders für Diejenigen mit einer eigenen, privaten Wasserquelle. Auch dieses Jahr könnte es gut sein, dass ab dem Herbst wieder zu wenig Wasser aus den Quellen fliessen wird. neo1 hat bei einigen der Betroffenen und der Gemeinde nachgefragt.
Wie Alfred Hofer, Gemeinderat von Oberthal und Zuständiger für die Wasserverteilung, im Interview mit neo1 erklärt, war noch vor einigen Jahren eher zu viel Wasser in Oberthal. Spätestens seit dem Hitzesommer des letzten Jahres hat sich das aber verändert. Dies merken vor allem die 90% der Bevölkerung, die eine eigene Wasserquelle besitzen. Zu den vergleichsweise vielen Besitzer solcher Quellen gehört unter anderem die Sozialtherapeutische Gemeinschaft "Haus St. Martin". Wie Susanne Loosli, Mitglied der Geschäftsleitung erzählt, fehlte das Wasser ab dem Oktober nicht nur bei der Toilettenspülung: Auch beim Kochen, Putzen und Waschen machte sich der Hitzesommer noch einmal bemerkbar. Schliesslich musste Mineralwasser gekauft und dreimal in der Woche geliefert werden. Eine nicht ganz billige Angelegenheit.
Auch bei Hans Hofer, der in Oberthal wohnt und eine eigene Quelle besitzt, wurde das Wasser im Herbst knapp. Anstatt wie normalerweise einem Liter pro Sekunde flossen nur noch 0,3 Liter pro Minute. Wenn also noch Wasser aus dem Brunnen fliessen sollte, durfte bei Hofers nur noch kurz geduscht werden.
Nachdem auch bei Adrian Wyss, der einen Bauernhof führt und Wohnungen vermietet, im letzten Herbst das Wasser knapp wurde, baute er diesen Frühling die Fassung seiner Quelle um und vergrösserte diese auch noch. Momentan reicht das Wasser, auch wenn er seine Mieter zum Wassersparen ermahnt. So hofft er, dass das Wasser für dieses Jahr reichen wird. Als Landwirt sieht er, wie sich das Land mit der Hitze verändert und die Natur leidet. Er kann sich gut vorstellen, dass sich die Situation mit dem Wassermangel in Zukunft noch weiter verschlimmern könnte.
Wie sich die Natur verändert, das ist auch Alfred Hofer, Gemeinderat von Oberthal aufgefallen. Da die Quellen privat sind, weiss die Gemeinde jedoch oft nichts vom Wassermangel. Dabei ist er sich sicher, dass Oberthal mit seiner Wasserversorgung aus dem Kiestal, genug Wasser für alle hätte. Wer sich aber an die öffentliche Wasserversorgung anschliesst, kann das Wasser aus der eigenen Quelle nur noch für landwirtschaftliche Zwecke nutzen. Für viele Besitzer einer privaten Quelle ist deshalb klar: Das wäre schade um das Wasser. Also benutzen sie lieber ihr Eigenes, solange es noch sprudelt.
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