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| Gesellschaft

Igel und die Zeit nach dem Winterschlaf

Der Frühling ist die Zeit, in der die Igel aus ihrem Winterschlaf erwachen. Sie benötigen Fettreserven, um während der Paarungszeit im Sommer, die zwischen Mai und August liegt, fit zu sein. Diese Fettreserven erhalten sie durch Nahrung wie Insekten und Regenwürmer.

Bei ihrer Nahrungsaufnahme sollten wir den Igeln grundsätzlich nicht helfen, denn Igel sind Einzelgänger und möchten von uns sowie ihren Artgenossen in Ruhe gelassen werden. Auch Futter sollten wir ihnen nicht hinstellen, da dies viele Igel anlockt und dort Krankheiten sowie Parasiten übertragen werden können. Dennoch können wir den Igeln helfen, indem wir ihnen einen einfachen Unterschlupf bauen.

„Die Igel befinden sich auf der Roten Liste der bedrohten Säugetierarten der Schweiz“, erzählt Simon Schürch, Wildtierpfleger bei der Wildtierauffangstation in Utzenstorf. „Dies liegt daran, dass sie durch die Abholzung von Sträuchern ihren Lebensraum verlieren und durch das Spritzen von Pestiziden Nahrungsmangel erleiden. Auch Straßen und Fadenmäher stellen große Gefahren für den Igel dar.“

Wenn wir merken, dass der eigentlich nachtaktive Igel vermehrt tagaktiv ist und schlecht genährt aussieht, sollten wir ihn nicht selbst pflegen, sondern immer Fachpersonen hinzuziehen. Zudem ist es strafbar, Wildtiere längere Zeit bei sich zu Hause zu halten.

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