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Huttwil sagt Leerwohnungsbestand Kampf an: Mit der "Städtli-Werkstatt"

Dass Huttwil einen hohen Leerwohnungsbestand hat, ist seit letztem Jahr in der ganzen Schweiz bekannt. Die Medienberichterstattung dazu leistete ihren Teil dazu. Nun will Huttwil diesem Problem den Kampf ansagen: Seit Dezember arbeitet die Gemeinde mit der Berner Fachhochschule am Projekt "Städtli-Werkstatt". Heute hat der Gemeinderat darüber informiert.

Aufgrund des hohen Leerwohnungsbestands war Huttwil im vergangenen Jahr sehr oft in den Medien präsent. In diesem Zusammenhang kam auch ein Kontakt mit der Berner Fachhochschule (BFH) bzw. mit Professorin Christine Seidler zustande, erklärte Gemeindepräsident Walter Rohrbach. Diese schlug dem Gemeinderat und der Arbeitsgruppe Standortmarketing vor, das Problem des hohen Leerwohnungsbestands auf wissenschaftlicher Basis zu analysieren und gestützt auf die Ergebnisse Aufgabenstellungen zu formulieren. Im Rahmen einer Weiterbildung an der Berner Fachhochschule werden Teams von Architekten und Immobilienentwick-lerinnen diese Fragestellungen bearbeiten und für ausgewählte Areale konkrete Lösungen gegen die Leerwohnungsproblematik erarbeiten, teilt die Gemeinde Huttwil mit.

Grundlage für die Arbeit der BFH waren das Standortmarketingkonzept aus dem Jahr 2017, die Legislaturplanung des Gemeinderates vom Februar 2017 sowie ein erster Workshop mit rund 60 ausgewählten Personen aus Huttwil. Die BFH arbeitet derzeit an den Fragestellungen zu Händen der Studierenden. Parallel dazu wird eine Webseite aufgebaut, auf welcher einerseits aktuell über das Projekt berichtet wird, andererseits soll damit ein öffentliches Forum geschaffen wer-den, über welches die Bevölkerung aktiv in den Prozess einbezogen werden kann. Zur unabhängigen Begleitung des Projekts hat der Gemeinderat eine Gruppe von Personen ausserhalb von Politik und Verwaltung gewählt. Diese Gruppe wird ihre Arbeit in den nächsten Tagen aufnehmen. Ab Sommer wer-den die Architektenteams ihre Aufgabenstellungen bearbeiten. Die Ergebnisse der Arbeiten werden im Frühjahr 2020 verfügbar sein. Das Projekt verursacht Kosten in der Höhe von CHF 110'000. Diese Kosten werden verteilt über drei Jahre aus dem ordentlichen Standortmarketingbudget finanziert.

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