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Hochwasserschutz Groggenmoos steht endlich kurz vor dem Abschluss
Der Hochwasserrückhalt im Groggenmoos, zwischen Bowil und Zäziwil, wurde Ende 2014 in Betrieb genommen. Nachdem die Abrechnung der Arbeitsgemeinschaft "ARGE HWS Groggenmoos" rund 17 % über dem Angebot lag, wurden von der ARGE 2015 zusätzliche Kosten in der Höhe von knapp 760'000 Franken geltend gemacht.
Nach schwierigen und ergebnislosen Verhandlungen hat der Vorstand des Wasserbauverbands Chisebach (WBV Chisebach) der ARGE im November 2016 ein Angebot in Höhe von 205'000 Fraken unterbreitet, welches diese abgelehnt hat. Auf die Betreibung durch die ARGE hat der Wasserbauverband Rechtsvorschlag eingereicht und die beiden Parteien haben vereinbart, direkt an das Obergericht des Kantons Bern zu gelangen.
Erst vier Jahre später
Bis die ARGE schliesslich vor dem Obergericht eine Klage eingereicht hat, verstrichen vier Jahre. Im Februar 2020 hat die ARGE dann ihre Klage beim Obergericht eingereicht, mit einer Forderung von knapp 640'570 Franken zuzüglich Zins seit September 2015. Der Wasserbauverband hat als Beklagte seine Klageantwort Anfang September 2020 mit dem Antrag, die Klage abzuweisen, beim Obergericht eingereicht. Anfang Dezember 2020 wurden die beiden Parteien vom Obergericht zu einer Instruktionsverhandlung eingeladen.
Zähe aber konstruktive Verhandlungen
"Die Verhandlungen waren lang, aber auch konstruktiv", sagt WBV Chisebach-Präsident Daniel Hodel. Während rund 6 Stunden wurden die Positionen dargelegt und mündlich zum Vorschlag des Obergerichts, der Klägerin ARGE 310'000 Franken zu bezahlen, Stellung bezogen. Der Vorstand des Wasserbauverbandes hat an seiner Sitzung vom 18. Januar 2021 dem Vergleichsvorschlag des Obergerichts vom Dezember 2020 mit 9 Stimmen bei einer Enthaltung zugestimmt und beantragt der Abgeordnetenversammlung ebenfalls, diesem Vergleich zuzustimmen und damit die Abrechnung des Projektes im Groggenmoos zu ermöglichen und weitere finanzielle Risiken vom Wasserbauverband abzuwenden.
Entscheid untersteht dem Referendum
Dieser Entscheid des Vorstandes unterliegt dem fakultativen Referendum mit einer Frist bis am 29. März. Daniel Hodel, Präsident des WBV Chisebach, sagt gegenüber neo1, dass er nicht mit Eingaben rechnet. "Die meisten Parteien sind froh, findet dieses Projekt rund sieben Jahre nach Fertigstellung nun auch finanziell ein Ende."
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