(Bild: zvg. Kanton Bern)
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Hochmoor Buhüttli: Gemeinde Schangnau gegen Pläne des Kantons
Der Kanton Bern will das Naturschutzgebiet im Buhüttli in Schangnau erweitern. Dies weil der Schutz für das Moor nicht mehr ausreiche. Die Gemeinde und die Bewirtschafter freut das gar nicht.
Seit knapp 40 Jahren stehen Moore in der Schweiz unter strengem Schutz. Dazu gehört auch das Moor im Buhüttli in Schangnau. Jetzt will der Kanton das Moor vergrössern um es vor dem Austrocknen zu schützen. Um das zu gewährleisten sind verschiedene Änderungen vorgesehen. Der Wasserhaushalt soll verbessert werden, indem man zum Beispiel Entwässerungsgräben und Drainagen entfernt. Auch die Bewirtschaftung von trittempfindlichen Moorflächen ist neu untersagt und die Fläche mit dem Betretungsverbot soll vergrössert werden. "Es ist so, dass das Betretungsverbot vor allem auf die Freizeitbenutzung abzielt. Heisst: Bewirtschaftende können natürlich auch weiterhin in dieser Zone den Wald bewirtschaften und Kontrollgänge machen", sagt Jonas Leuenberger vom Amt für Landwirtschaft und Natur.
Für die Bauern die das ganze Land bewirtschaften ist diese Erweiterung nicht erfreulich. "2003 wurde das Gebiet Buhüttli bereits geschützt als Naturschutzgebiet. Hinter dem konnte die Gemeinde Schangnau stehen. Uns stört bei dieser Revision, dass das Naturschutzgebiet vergrössert wird. Wir versuchen da auch unsere Landwirte zu schützen, dass man weiterhin die schonende Alpwirtschaft betreiben kann und nicht permanent dieser Schutzperimeter erweitert wird", erzählt der Schangnauer Gemeindepräsident Stefan Gfeller.
Die Abteilung Naturförderung (ANF) hält fest, dass die Flächen ausserhalb des Betretungsverbot ohne zu düngen und zu entwässern alpwirtschaftlich genutzt werden dürfen. Da diese Vorgaben bereits heute für gewisse Flächen gelten würden, gibt es keine zusätzlichen Einschränkungen. Auch der Wald kann weiterhin schonend und naturnah genutzt werden.
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