Symbolbild (Bild: pixaby, Walter Sturn)
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Hindelbank ringt um Standort für Modellflugplatz
Eine Gruppe von Hobby-Modellfliegern möchte in Hindelbank einen kleinen Flugplatz einrichten. Doch rechtliche Änderungen und Einwände aus der Bevölkerung erschweren das Vorhaben.
Der Wunsch nach einem Modellflugplatz in Hindelbank gestaltet sich schwieriger als gedacht. Eine Interessengruppe von Modellflugbegeisterten hatte die Idee, ausserhalb des Dorfes ein Stück Land zu pachten, um eine Start- und Landebahn für ihre Flugzeuge zu schaffen. Dabei soll es sich nicht um eine Hartbelagpiste handeln, sondern um eine flache Rasenfläche. Als möglicher Standort kommt nach Ansicht der Initianten das Areal beim Schützenhaus infrage. Sprecher Stephan Hofer erklärt, die Gruppe habe bei den zuständigen Stellen eine Anfrage eingereicht. Vor einigen Jahren sei in einer Vorabklärung grundsätzlich Zustimmung signalisiert worden.
Damals lag das Gebiet noch in einer Landwirtschaftszone, in der ein solcher Flugplatz möglich gewesen wäre. Inzwischen hat die Gemeinde Hindelbank das Land jedoch umgezont. Laut dem kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung ist die neue, geschützte Zone für einen Modellflugplatz nicht mehr geeignet. Damit fehlt die rechtliche Grundlage für das Projekt. Zusätzliche Kritik kommt von der Umweltgruppe Hindelbank. Sie befürchtet, dass der Betrieb die Tierwelt stören und das Gebiet als Naherholungsraum beeinträchtigen könnte.
Trotz der schwierigen Ausgangslage will die Interessengruppe ihr Anliegen nicht aufgeben. Sie hält am Ziel fest, in Hindelbank einen Platz für ihr Hobby zu schaffen, und hofft auf eine Lösung.
Gegenwind von Umweltgruppe
Gegenwind gibt es von der Umweltgruppe Hindelbank. Sie findet die Pläne der Modellflieger nicht gut. Aus verschiedenen Gründen, wie Eva Hirsiger, Präsidentin der Umweltgruppe Hindelbank, sagt: "Einerseits handelt es sich um ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. Andererseits werden auch Tiere wie Feldhasen und der Storch gestört."
Martin Bachmann von der Umweltgruppe ergänzt: "Einige Vögel erleben die Flieger wie Raubvögel, die über ihnen kreisen. Gerade während der Brutzeit fühlen sich manche Vögel durch die Modellflieger stark gestört."
Die Umweltgruppe Hindelbank hat zudem Bedenken, dass es mit den Modellfliegern ausufert. Bei den benachbarten Schützen seien die Übungszeiten klar geregelt – nämlich ein- bis zweimal pro Woche. Es sei eine Illusion zu glauben, dass nur ein paar Stunden pro Woche geflogen werde, ergänzt Martin Bachmann. Das ist ein grosser Kritikpunkt der Umweltgruppe: Es gehe nicht um den Lärm, den die Flieger verursachen, sondern darum, dass die Modellflieger mit mehr Autos in dieses Naherholungsgebiet hineinfahren.
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