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| Gesellschaft

Heisses Wetter und wenig Wasser macht den Fischen zu schaffen

30 Grad und mehr war es in den letzten Tagen und es wird weiter so bleiben, auch wenn es aktuell etwas Abkühlung gab. Ausgerechnet jetzt ruft der Fischereiverein Emme Burgdorf dazu auf, dass man sich nicht in der Emme abkühlen soll. Das hat aber seine Gründe.

Im Moment führt die Emme so wenig Wasser wie schon lange nicht mehr. Grosse Abschnitte des Flusses sind sogar ganz ausgetrocknet. Dies ist für alle Lebewesen im Fluss gefährlich. Sascha Jud vom Fischereiverein sagt: "Ein ausgetrockneter Fluss heisst Tod für alle Lebewesen. Fische und Insekten überleben eine solche Trockenphase nicht und es dauert Jahre, bis sich das wieder aufgebaut hat."

Weil es nur noch wenige Wasserstellen hat, rät der Verein eben auch, das Flussbett zu meiden: "Die Fische ziehen sich in die wenigen Wasserstellen zurück und wenn man sie dort dann stört in ihrer Ruhephase, dann sterben sie", so Jud. Die Ruhephase leiten die Fische ein, weil sie wegen dem warmen Wasser von 18-20 Grad Celsius kaum mehr Sauerstoff finden. Respektive kann das Wasser bei dieser Temperatur den Sauerstoff nicht mehr binden.

Regen der letzten Tage bringt keine Entspannung
Auch wenn es in den letzten Tagen etwas geregnet und gewittert hat, bringt das keine Entspannung. Das Problem sei, dass auch die Böden rings um die Emme ausgetrocknet seien. "Das Wasser versickert dort im Boden und findet den Weg nicht bis in die Emme. Das bisschen Regen ist nicht mehr als einen Tropfen auf einen heissen Stein."

Ausfischung rettet Tiere vor dem Tod
Wenn man Fische findet, die in einer Gruppe in einem Wasserloch Rettung suchen im Flussbett, soll man den Verein informieren. "Wir können die Fische dann elektrisch ausfischen und sie so vor dem sicheren Tod retten", sagt Sascha Jud.

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