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Heiraten in speziellen Traulokalen immer gefragter
Ob im Schloss, im Museum oder im Ausflugslokal: die Eheschliessung in externen Zeremonielokalen wird immer beliebter. Die Berner Zivilstandsämter bauen das entsprechende Dienstleistungsangebot um fast 40 Prozent aus.
So wird die Anzahl Trauungstermine ausserhalb der Zivilstandsämter von 954 auf 1332 erhöht, wie die kantonale Sicherheitsdirektion am Montag mitteilte. Die gestiegenen Nachfrage nach Ziviltrauungen in einem speziellen Lokal führen die Behörden auf den Rückgang kirchlicher Trauungen zurück. "Es scheint ein Bedürfnis in der Bevölkerung zu sein. Wir kommen dem nun entgegen mit mehr Terminen", erklärt der zuständige Regierungsrat Philippe Müller im Interview mit neo1.
Im Jahr 2019 wurde ein Viertel aller Trauungen im Kanton Bern in einem Schloss, einem Museum oder an einem Ausflugsort gefeiert. Besondere Lokale im Berner Oberland wurden auch von ausserkantonalen Gästen genutzt. Aus der Region werden die Schlösser Belp, Burgdorf, Jegenstorf, Münsingen, Thunstetten und Trachselwald als externe Heiratsmöglichkeiten gebraucht. "Mehr Orte als die 24 Möglichkeiten möchten wir aber im Moment nicht anbieten. Es ist auch immer eine Kostenfrage. Das Zivilstandesamt muss auch extern funktionieren", sagt Philippe Müller.
Neu werden auch Trauungstermine im Winter angeboten, dies erstmals am 21. Januar 2022. Auch können die Termine bereits ein Jahr vorher reserviert werden, bisher war dies erst sechs Monate vorher möglich.
Unter den externen Zeremonielokalen im Kanton Bern finden sich zahlreiche Schlösser. Zudem ist die zivile Trauung etwa im Grandhotel Diessbach, auf dem Harder Kulm oder auf der St. Petersinsel möglich.
www.zivilstand.sid.be.ch/de/start/dienstleistungen/zeremonielokale.html (neo1 / sda)
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