Neben den Schwingern im Sägemehl, braucht es auch die Kampfrichter am Rand (Symbolbild: zvg/ Barbara Loosli)
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Hans Oberli: Von strittigen Entscheidungen und medialem Druck
Normalerweise stehen die Schwinger im Mittelpunkt, wenn es um den Schwingsport geht. Damit diese ihren Sport ausüben können, sind aber auch diejenigen wichtig, die am Rand des Sägemehlrings und im Hintergrund für Ordnung und Entscheidungen sorgen: die Kampfrichter. Einer von ihnen ist Hans Oberli aus Schüpbach.
Seit 2020 ist Hans Oberli Kampfrichterverantwortlicher des Bernisch Kantonalen Schwingerverbands. Er koordiniert unter anderem die Ausbildung und Saisonvorbereitung der Kampfrichter. «Bis Mitte März bin ich in der ganzen Schweiz unterwegs und gebe Kurse. Dabei versuche ich, den Kampfrichtern das Beste zu vermitteln und ihnen die Neuerungen für die neue Saison zu erklären.»
Vom Kampfrichter zum Verantwortlichen
17 Jahre lang war der Schüpbacher Kampfrichter. Dass Hans Oberli Kampfrichterverantwortlicher wurde, war ursprünglich eher Zufall. Eigentlich hätte jemand anderes das Amt übernehmen sollen. Oberli sprang ein und blieb dabei. «Ich habe die Entscheidung nie bereut», so der Schüpbacher. Die Zeiten, als er als Kampfrichter am Sägemehlrand stand, sind aber vorbei. Kampfrichterverantwortlicher und gleichzeitig Kampfrichter zu sein, lässt sich nicht miteinander vereinbaren. «Dafür reicht die Zeit nicht aus. Ich habe mit dem Organisatorischen genug zu tun.»
Der wachsende Druck auf die Kampfrichter
Freie Wochenenden im Sommer sind für Kampfrichter eine Seltenheit. Es wird zunehmend schwieriger, genügend Kampfrichter zu finden, so Hans Oberli. Ein Grund dafür ist die wachsende Aufmerksamkeit rund um den Schwingsport. Immer mehr Menschen verfolgen die Wettkämpfe und haben eine klare Meinung zu den Entscheidungen. Was im Fernsehen aus einiger Distanz eindeutig aussehen mag, kann direkt am Sägemehlring ganz anders wirken. Hans Oberli sagt: «Der Bernisch Kantonale Schwingverband ist sehr gefordert. Es ist gut, dass wir Medien und Kameras auf dem Platz haben. Aber es ist nicht alles gut.»
In der neo1-Sportstory erläutert Oberli, wie der mediale Druck die Kampfrichter negativ beeinflusst, welche Anforderungen man erfüllen muss um Kampfrichter zu werden und ob die Einführung des Videoschiedsrichters ein Thema ist.
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