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Gold als Ziel: Die Schweizer Unihockey-Nati startet in die WM

Ein Jahr später als geplant findet vom 3.-11. Dezember im finnischen Helsinki die 13. Weltmeisterschaft der Männer statt. Das Schweizer Team von David Jansson will nach zwei Mal Bronze an den beiden letzten WMs nun in den Final einziehen.

Drei Jahre nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Prag, wollen die Schweizer aus Helsinki wieder Edelmetall mit nach Hause bringen. Zusammen mit Schweden, Finnland und Tschechien gehören sie zu den Favoriten. "Wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben häufig gezeigt, wie gut wir sein können", sagt Nationaltrainer David Jansson vor der Abreise. "Gelingt es uns, unsere Maximalleistung abzurufen, können wir sogar Weltmeister werden. Gelingt es uns nicht, dann macht es keinen Sinn, über den Titel zu sprechen." Jan Zaugg ist gleicher Meinung: "Wir wissen genau, dass wir mit einer Durchschnittsleistung gegen die stärksten Teams nichts zu holen gibt. Treten wir aber in Bestform auf, ist alles möglich."

Zuerst einmal gilt es, eine gute Gruppenphase zu zeigen und sich für den Viertelfinal zu qualifizieren. Stärkster Gegner ist dabei Tschechien. Wie schon vor drei Jahren, treffen die beiden Teams in der Gruppe aufeinander. Damals gewann zwar Tschechien, im Spiel um Bronze siegten jedoch die Schweizer. Das letzte Länderspiel Mitte Oktober konnten die Schweizer für sich entscheiden. "Die Tschechen haben eine interessante Mischung aus Spielern mit Erfahrung und jüngeren Spielern, die gute Leistungen an der U19-WM gezeigt haben. Sie sind strukturiert in der Defensive, haben starke Zweikampfspieler und viele wendige Stürmer", weiss Jansson über die Qualitäten des Gegners. Diese Partie findet am Sonntag, 5. Dezember statt. Zuerst steht für die Schweiz am Samstag das Spiel gegen Norwegen auf dem Programm. Im Viertelfinal in Prag setzten sich die Schweizer erst nach Verlängerung durch – das Team von David Jansson ist also gewarnt. "Sie haben viele Qualitätsspieler und werden darum gefährlich sein. Wir freuen uns sehr auf das erste Spiel." "Auch wenn es in Prag knapp war, wir sind klarer Favorit in diesem Spiel und müssen gewinnen", sagt der Lyssacher Jan Zaugg. Letzter Gruppengegner ist Deutschland, die Weltnummer fünf. Auch die Deutschen waren in Prag in derselben Gruppe wie die Schweizer. Das Resultat endete klar mit 13:1 zu Gunsten von rot-weiss. "Deutschland ist ein spannendes Unihockeyland. Sie haben viele gute Spieler und eine neue Spielstruktur mit und ohne Ball."

Erfahrenes Team
Nur für gerade drei Spieler ist die WM die erste in der Karriere: für Stefan Hutzli, Michael Schiess und Pascal Michel. Die Vorfreude bei Pascal Michel, der aus Wabern kommt, ist riesig: "Es ist ein Kindestraum, der in Erfüllung geht und auch eine Genugtuung, für die Stunden, die ich ins Unihockey investiert habe." Auch für Goalie Jonas Wittwer hätte es zur WM-Premiere kommen sollen, doch er zog sich Ende Oktober einen Meniskusriss zu. Für ihn nominierte Jansson den Könizer Patrick Eder nach, der bereits an der WM 2018 mit Pascal Meier das Goalie-Duo bildete. Die Tatsache, dass so viele Spieler schon lange in der Nati dabei sind, eröffnete dem Trainerstab in den Vorbereitungen neue Möglichkeiten: "Wir konnten mehr experimentieren und neue Dinge ausprobieren. Jetzt müssen wir die Balance finden", meint Jansson. Dies gelang dem Team an der WM-Hauptprobe noch nicht wie gewünscht. Nebst dem Sieg gegen Tschechien mussten die Schweizer zwei klare Niederlagen gegen Schweden und Finnland hinnehmen. Das WM-Vorbereitungscamp letzte Woche sei extrem wichtig gewesen, um die Spiele zu analysieren und die Lehren daraus zu ziehen. (pd/neo1)

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