Die Götschimatte (gelb markiert) zwischen der Käserei Götschi und der Jakob AG an der Dorfstrasse in Trubschachen.
Werbung
Götschimatte darf bebaut werden
An der gestrigen Gemeindeversammlung von Trubschachen stimmte die Bevölkerung grossmehrheitlich für eine Umzonung der Götschimatte. Statt Landwirtschaftszone ist sie im Zonenplan nun als Zone mit Planungspflicht für Arbeitsnutzung eingezont.
Diese Änderung ermöglicht den beiden Unternehmen Käserei Götschi und Jakob AG Seilerei den schon lange geplanten Ausbau. "Es ist ein grosser Schritt für unsere Firma, noch stehen wir aber am Anfang", so Peter Jakob gegenüber neo1. "Jetzt könne man aber in die Kaufverhandlungen mit der Erbengemeinschaft Blaser gehen." Ähnlich tönt es von Martin Götschi. Der Platz neben der Käserei sei ideal für einen Ausbau. "Meine Milchlieferanten müssen im Moment noch auf der Strasse anhalten und wenn ich in Zukunft mehr produzieren will, brauche ich auch mehr Lagerraum." Da führe das Eine zum Anderen, so Götschi.
Von den rund 4000 Quadratmetern kann aber längst nicht alles bebaut werden. Einerseits muss ein Gräbli, welches die Götschimatte quert, freigelegt und renaturiert werden und dann wird ein Teil wohl auch der Sanierung der Ortsdurchfahrt zum Opfer fallen. Im Gesamten fallen so etwas mehr als 1000 Quadratmeter Fläche weg. "Dies macht einerseits die Planung aber auch den Kauf, respektive Verkauf sicher nicht einfacher", sagt Peter Jakob. Er braucht die Götschimatte, um die Habegger AG aus Thun, welche seit drei Jahren im Besitz von Jakobs ist, nach Trubschachen zu verschieben. "Entweder bauen wir für Habegger auf der Götschimatte oder wir stocken eines unserer Gebäude auf, um die Habegger AG dort einzuquartieren. Dann müsste aber die Lagerhalle auf die Götschimatte umziehen. Am Ende brauchen wir sie also sowieso."
Werbung
