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Giger gewinnt Kilchberg-Schwinget - Berner zurückgebunden

Samuel Giger heisst der grosse Sieger des Kilchberger Schwingets 2026. Der Thurgauer gewinnt den Schlussgang gegen den Innerschweizer Marcel Bieri.

Für Giger ist es der dritte Sieg an einem Fest mit eidgenössischem Charakter. Bereits vor fünf Jahren hatte er am Kilchberger Schwinget triumphiert, 2023 gewann er zudem das Unspunnen-Fest.

Giger gab beim Saisonhöhepunkt nach mehr als drei Monaten Verletzungspause sein Comeback und krönte dieses mit seinem zweiten Sieg am Kilchberger. Der Thurgauer ist erst der zweite Schwinger nach Karl Meli (1967, 1973), der den prestigeträchtigen Anlass zweimal (in Folge) gewinnen konnte.

Musste er sich 2021 den Sieg noch mit Damian Ott und Fabian Staudenmann teilen, schwang er diesmal alleine obenaus. Im Schlussgang brauchte er gegen den überraschenden Bieri etwas mehr als zwei Minuten, um ihn ins Sägemehl zu betten.

Im Anschwingen machte Giger mit dem Emmentaler Matthias Aeschbacher kurzen Prozess. Danach bodigte er auch Sinisha Lüscher, ehe er im 3. Gang gegen Michael Ledermann den Kürzeren zog. Nach dem Mittag bezwang er Patrick Betschart und den jungen Berner Mitfavoriten Michael Moser, den er spektakulär ins Sägemehl bettete.

Bieri überrascht, Staudenmann enttäuscht

Bieri hatte sich seinen Platz in der Endausmarchung durch einen überraschenden Plattwurf im 5. Gang gegen König Armon Orlik gesichert. Nach dem 2. Gang und der Niederlage gegen den Nordostschweizer Damian Ott hatte noch wenig auf Bieri als Schlussgangteilnehmer hingedeutet. Durch Siege gegen Lario Kramer, David Scheuner, Josias Müller und eben Orlik hielt Bieri für die ansonsten schwer geschlagenen Innerschweizer die Fahne bis zuletzt hoch.

Mit vier Siegen, einem Gestellten (gegen Schlegel) und einer Niederlage (gegen Giger) beendete der Berner Mitfavorit Michael Moser das Fest hinter Bieri im 3. Schlussrang.

Ein - gemessen an den Ergebnissen in dieser Saison - enttäuschendes Fest zeigte der Berner Fabian Staudenmann. Der mit sechs Kranzfestsiegen beste Schwinger der Saison verabschiedete sich schon früh aus dem Rennen um den Tagessieg und kam mit drei Gestellten nicht über den 4. Rang hinaus. Diesen teilte er sich mit dem Innerschweizer Lukas Bissig, dem Südwestschweizer Lario Kramer sowie den Nordwestschweizern Joel Strebel und Nick Alpiger.

Auch Orlik und Schlegel geschlagen

Ebenfalls Enttäuschungen setzte es für Armon Orlik und Werner Schlegel ab. Der Bündner Schwingerkönig belegte mit zwei Gestellten und einer Niederlage den 6. Schlussrang mit gleich vielen Punkten wie der Berner Adrian Walther. Schlegel, vor einem Jahr noch Schlussgangteilnehmer am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Mollis, musste wie Staudenmann drei Gestellte hinnehmen und teilte sich den 7. Rang mit Damian Ott, einem der Sieger vor fünf Jahren. (SDA)

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