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Gemeinsam mit den grossen Vorbildern auf dem Eis
Mit Flavio Schmutz von den SCL Tigers einen Penalty schiessen oder mit Spielerinnen und Spielern aus den höchsten Ligen trainieren: Am Swiss Ice Hockey Day konnten Kinder in der Region ihre Eishockey-Vorbilder hautnah erleben. Mehrere Vereine aus dem Emmental und Oberaargau beteiligten sich am Anlass. Damit wollen sie auch neue Kinder für den Sport begeistern.
Schlittschuhe anziehen, einen Stock in die Hand nehmen und aufs Eis: Am Sonntag stand beim Swiss Ice Hockey Day der Eishockey-Nachwuchs im Mittelpunkt. Die Kinder konnten an verschiedenen Standorten gemeinsam mit erfahrenen Spielerinnen und Spielern trainieren. Dabei waren unter anderem auch Akteure der SCL Tigers und der SCB Frauen.
In Worb organisierte der HC Wisle den Anlass. Zwischen 80 und 100 Kinder seien auf dem Eis gewesen, sagt Vereinspräsident Michael Küffer. Die meisten davon seien bereits im Nachwuchs des Vereins aktiv. Einige hätten aber auch zum ersten Mal Eishockey gespielt. "Es war ein sehr lebendiger und ereignisreicher Tag. Wenn man auf das Eisfeld geschaut hat, hatte man vielleicht schon das Gefühl, dass in den letzten Jahren etwas mehr Kinder dabei waren", sagt Küffer.
Auch der SC Langenthal und die Brandis Juniors in Hasle bei Burgdorf organisierten einen Anlass. In Hasle nahmen rund 70 Kinder teil. Für Mike Ammann, Leiter der Hockeyschule der Brandis Juniors, ist der Tag eine wichtige Gelegenheit, den Sport zu zeigen: "So sehen die Kinder ihre Stars einmal live auf dem Eis. Das zieht sie in die Eishalle hinein." Beim SC Langenthal stand vor allem der eigene Nachwuchs im Zentrum. "Um die Freude am Sport noch mehr zu festigen", sagt Martin Schaub, der beim Verein für die Nachwuchsarbeit zuständig ist.
Nachwuchsgewinnung bleibt eine Herausforderung
Die Begeisterung der Kinder ist für die Vereine wichtig. Denn genügend Nachwuchs zu finden, ist nicht selbstverständlich. Bei den Brandis Juniors sei man zwar gut aufgestellt, die Zahlen würden aber je nach Jahrgang schwanken, erklärt Ammann. "Wir können nie zu viel Nachwuchs haben. Es hängt stark von den Jahrgängen ab. Manchmal haben wir mehr Kinder, manchmal weniger."
Auch beim SC Langenthal ist es eine Herausforderung, neue Kinder für den Eishockeysport zu gewinnen. Martin Schaub sieht dabei vor allem die Konkurrenz durch andere Sportarten und den zeitlichen Aufwand. "Die Aussicht darauf, dass es etwas Intensives ist und man später vielleicht zwei- oder dreimal pro Woche ins Training muss, ist nicht unbedingt das, was alle wollen. Es ist auch eine Verpflichtung für die Eltern."
Ähnlich erlebt es die Hockey Huttu Academy. Präsident Michael Marti sagt, Eishockey sei bereits für jüngere Kinder ein zeitintensives Hobby. Zudem hätten Eltern teilweise weniger Zeit, um ihre Kinder zu den Trainings zu fahren. Trotzdem gebe es immer wieder genügend Kinder, die mit dem Eishockey beginnen möchten. Die Nachwuchszahlen würden von Jahr zu Jahr etwas schwanken.
Der HC Wisle zählt aktuell rund 170 Kinder und Jugendliche in 13 Teams. Der Verein sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, sagt Präsident Michael Küffer. Anlässe wie der Swiss Ice Hockey Day seien eine Möglichkeit, weitere Kinder für den Sport zu gewinnen und ihnen einen ersten Einblick ins Eishockey zu ermöglichen.
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