Der Boden im Zielbereich des Schiessstandes muss saniert werden (Bild: zvg, Gemeinde Biglen)
Werbung
Gemeinde Biglen muss Schiessstand Oberfeld sanieren
Der Boden rund um die Zielanlage des Schiessstandes Oberfeld in Biglen ist mit Blei und anderen Schadstoffen belastet. Nun muss die Gemeinde den Schiessstand sanieren. Kostenpunkt: 550'000 Franken.
Eine Untersuchung durch den Kanton hat beim Schiessstand Oberfeld zu hohe Belastungswerte mit Blei und anderen Schadstoffen ergeben. Der Kanton hat daher die Gemeinde verpflichtet, die Sanierung voranzutreiben. Der dafür nötige Kredit von 550'000 Franken untersteht dem fakultativen Referendum, die Frist läuft noch bis am 9. November, wie die Gemeinde mitteilt.
"Die Schadstoffe kommen noch von früher, wo einfach in den Erdwall geballert wurde", erklärt der Gemeindepräsident Urs Schweizer auf Anfrage von neo1. Der Kugelfang wurde zwar vor einiger Zeit saniert, jedoch gebe es rundum noch Bereiche, wo Blei und andere Schadstoffe im Boden seien. Diese Bereiche werden demnächst saniert. Dafür muss die Gemeinde zuerst eine Baupiste bis zum Zielbereich des Schiessstandes bauen. Ein spezialisiertes Unternehmen wird danach den Boden abtragen und verunreinigte Bereich mit neuer Erde ersetzen. Die Herausforderung sei, dies alles zu einem Zeitpunkt zu machen, wo die Schützen den Schiessstand nicht brauchen, die Fruchtfolgefläche nicht tangiert werde und auch das Wetter passe, ergänzt Schweizer.
Die gesamte Sanierung kostet voraussichtlich rund 550'000 Franken, welche die Gemeinde vorfinanzieren muss. Den grössten Teil des Betrags kann sie jedoch vom Kanton, vom Schützenverein und allenfalls vom Bund zurückverlangen. Am Schluss bleibe für Biglen voraussichtlich noch ein Betrag von rund 50'000 Franken, sagt Urs Schweizer. Noch unklar sei, ob auch die Schweizer Armee einen Beitrag leisten muss. Ein entsprechendes Gesuch sei eingereicht. Falls sich bestätigen würde, dass die Armee früher im Oberfeld geschossen habe, werde auch sie einen Beitrag leisten müssen.
Werbung
