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Gebäudeversicherung Bern: positive Halbjahresbilanz trotz Unwetter

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) und ihre Tochtergesellschaft GVB Privatversicherungen AG blicken trotz vieler Schäden nach den Unwettern der letzten Wochen auf ein gutes erstes Halbjahr zurück. Grund dafür sind die positiven Entwicklungen der Märkte.

Bis Mitte Juni verlief das erste Halbjahr für die Gebäudeversicherung Bern (GVB) und ihre Tochtergesellschaft GVB Privatversicherungen AG sehr ruhig – dann setzten die Unwetter ein. Sturmwinde, Hagelschauer und Hochwasser verursachten im Juni Schäden in Höhe von 97 Mio. Franken. Insgesamt beliefen sich die Aufwände für Elementarereignisse in den ersten sechs Monaten auf 106,5 Mio. Franken. Damit sind diese mehr als dreimal so hoch wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres (31,4 Mio.). Mit 21,4 Mio. Franken fielen auch die Feuerschäden fast doppelt so hoch aus wie 2020 (12,2 Mio.).

Insgesamt verzeichneten die GVB und ihre Tochtergesellschaft GVB Privatversicherungen AG im ersten Halbjahr fast 27’000 Schadensmeldungen und eine Gesamtschadenssumme von 127,9 Mio. Franken (GVB: 83,3 Mio. und GVB Privatversicherungen AG: 44,6 Mio.).

2021 gehört jetzt schon zu den Top-4-Schadensjahren

Insbesondere die Elementarschäden fielen in der ersten Jahreshälfte ausserordentlich hoch aus. Zum Vergleich: Elementarereignisse schlugen in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich mit nur rund 30 Mio. Franken pro Halbjahr zu Buche – im ersten Halbjahr 2021 war die Schadensbelastung mit 106,5 Mio. hingegen mehr als dreimal so hoch. «Die Juni-Unwetter sind das grösste Elementarereignis seit dem Jahr 2007», sagt denn auch Stefan Dürig, CEO der GVB. Und: «Das Jahr 2021 gehört nach nur sechs Monaten mit 1999, 2005 und 2007 bereits zu den Top-4-Schadensjahren.»

Märkte entwickelten sich besser als erwartet

Dennoch blickt er positiv auf das erste Halbjahr zurück – denn die Kapitalanlagenergebnisse inklusive der Erträge aus den Immobilienanlagen helfen die hohe Schadensbelastung für die GVB und ihre Tochtergesellschaft GVB Privatversicherungen AG auszugleichen. Im ersten Halbjahr legten die Kapitalanlagen der GVB um 4,8 Prozent zu (2020: –0,8 Prozent) und die der GVB Privatversicherungen AG um 3,8 Prozent (2020: 0,0 Prozent).

«Dank dieser positiven Entwicklung der Märkte blicken wir auf ein gutes erstes Halbjahr zurück», fasst Stefan Dürig zusammen und wagt bereits eine Prognose: «Entwickeln sich die Märkte weiterhin so positiv und bleiben wir von weiteren schweren Unwetter verschont, erwarten wir auf Gruppenebene auch einen positiven Jahresabschluss.» (pd)

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Weniger Schaden als befürchtet - GVB mit Hochwasserbilanz (21.07.21)

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