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| Gesellschaft

Gamen - Die Sucht im sozialen Netzwerk

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die Sucht nach Videospielen in ihren Katalog von psychischen Krankheiten auf. Das bestätigte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Der neue Katalog wird im Juni aufgelegt. Darauf stützen sich etwa nationale Gesundheitsbehörden und Versicherungen. Die Diagnose "Gaming Disorder" geht über stundenlanges Videospielen hinaus. Vielmehr sind Menschen gemeint, deren Leben durch die Sucht nachhaltig verändert wird und die nicht aufgeben können.

Videospielsüchtige zeigen die gleichen Symptome wie Drogenabhängige. Das sagt auch der Chefarzt Ingo Butzke vom Psychiatriezentrum Münsingen. Mühe mit Loslösung, Sucht-Lüge und der Abbruch von sozialen Kontakten.

Vor allem Mehrspieler-Games hätten aber grundsätzlich auch eine grosse soziale Komponente, sagt Manuel Oberholzer. Er organisiert regelmässige Netzwerk-Gamepartys, sogenannte LAN-Partys.

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