Frühlingsboten wie Schneeglöckchen (Bild von Annie auf Pixabay)
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Frühlingsboten
Wärmere Temperaturen und längere Tage sind klare Anzeichen dafür, dass die Jahreszeit von Winter zu Frühling wechselt. Es gibt aber noch viele andere Dinge, die sich im Frühling verändern. Über diese Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch in der Gesellschaft sprechen wir diese Woche.
Sobald es draussen wärmer wird, zwitschern wieder vermehrt Vögel. Manuel Freiburghaus, Biologe und Vorstandsmitglied in der Pro Natura Regionalsektion Oberemmental erzählt im Interview mit neo1: «Im März meldet sich zum Beispiel auch der Buchfink wieder. Er beginnt zwar bereits im Februar an zu Zwitschern, jedoch ist sein Repertoire zu dieser Zeit noch eingeschränkt.» Auch sonst macht sich der Frühling in der Tierwelt bemerkbar. «Fledermäuse erwachen irgendwann im März oder April aus dem Winterschlaf. Sie müssen so lange warten, bis es wieder genügend Insekten hat», ergänzt Manuel Freiburghaus.
Wer die Augen offen hat, merkt sofort, wann der Frühling da ist. «Die Pflanzen und Bäume richten sich sehr nach Temperaturen, Sonnenscheindauer und Tageslänge. Der Frühling geht so richtig los mit Kirschblüten, Pflaumenblüten, Aprikosen und Nektarinen», erklärt Simon Rösti von Gartenpflanzen Daepp in Münsingen. Es gibt also auch in der Pflanzenwelt typische Frühlingsboten.
Der Frühling selbst hat sich verändert
Der Frühling kommt heute fünf bis zehn Tage früher daher als noch in den 1970er Jahren, sagt Ralph Rickli von Meteotest Bern. Diese Veränderung nimmt auch Simon Rösti wahr: «Die Haselblüte kommt im Vergleich zu den 50er Jahren rund drei Wochen früher. Dies zeigt, dass sich das Klima verändert.» Diese Beobachtung macht auch der Biologe Manuel Freiburghaus. «Manche Insekten, welche erst im Mai unterwegs sein sollten, sind heutzutage bereits ab Ende März unterwegs.»
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