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| Abstimmungen

Französisch-Vorrang bei Ja zu Fremdsprachen-Initiative in Luzern

sda. Sagen die Luzerner Stimmberechtigten Ja zur Gesetzesinitiative "Eine Fremdsprache auf der Primarschulstufe", lernen die Schüler im Kanton künftig Englisch erst in der Oberstufe. Französisch würde den Vorrang erhalten.

Dürfe im Kanton Luzern nur noch eine Fremdsprache in der Primarschule unterrichtet werden, müsste das insbesondere aus Gründen des nationalen Zusammenhalts Französisch sein. "Englisch müssten wir kippen", sagte Bildungsdirektor Reto Wyss gestern anlässlich der Vorstellung der Abstimmungsbotschaft.

Durch die Annahme der Initiative würden zudem Kosten in Millionenhöhe anfallen. Lehrplan und Wochenstundentafeln der Primar- und der Sekundarschule müssten angepasst, neue Lehrmittel erarbeitet sowie Lehrerinnen und Lehrer weitergebildet werden. Dies käme laut der Regierung einer weiteren Reform gleich.

Kantons- und Regierungsrat lehnen die Volksinitiative "Eine Fremdsprache auf der Primarstufe" ab, die von einem überparteilichen Komitee eingereicht wurde. Die Initianten versprechen sich durch die Konzentration auf nur eine Fremdsprache die verstärkte Förderung von Muttersprache und Mathematik. 

Das Initiativkomitee führt zudem an, dass zwei Fremdsprachen in der Primarschule die Schüler überforderten. Die Erfolgsbilanz sei zudem ungenügend, sagt Kampagnenleiter Xaver Vogel gegenüber neo1. Ein späterer Beginn mit der zweiten Fremdsprache sei zudem kein Problem.

Die Luzerner Stimmberechtigten befinden am 24. September über die Initiative.

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