Franziska Ryser ist seit 16 Jahren Geschäftsführerin der Spitex Oberes Langetental. (Bild: neo1/J.Wyss)
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Franziska Ryser: 30 Jahre Engagement im Gesundheitswesen
Seit über 30 Jahren im Gesundheitswesen, 16 Jahre davon als Geschäftsführerin der Spitex Oberes Langetental: Franziska Ryser ist ihrer Branche treu. Innerhalb dieser stösst sie aber immer wieder Veränderungen an. Bessere Bedingungen für Mitarbeitende, digitale Möglichkeiten, fachliche Weiterentwicklung – an Ideen und Engagement fehlt es der 60-Jährigen nicht.
«Es berührt mich, was ein Menschenleben manchmal aushalten muss. Den Menschen dann sagen zu können, dass sie auch mit Einschränkungen in ihrem Zuhause leben können, das ist ein schöner Teil, den wir beitragen können." Das sagt Franziska Ryser auf die Frage, was sie antreibt. Was der Grund ist, warum sie auch nach über 30 Jahren im Gesundheitswesen gerne aufsteht und zur Arbeit geht. 1996 unterschrieb die Oberaargauerin einen Arbeitsvertrag als Pflegerin bei der damaligen Spitex Huttwil. Heute ist sie Geschäftsführerin der Spitex Oberes Langetental. Diese Stelle trat sie vor 16 Jahren an, als vier verschiedene Spitex-Organisationen aus der Region fusionierten. «Bei dieser Stelle kam für mich alles zusammen», so Franziska Ryser. Die Huttwilerin konnte schon damals auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Eine langjährige Anstellung bei der Spitex, Jahre als Berufsschullehrerin, Engagement im Berufsverband und Weiterbildungen im Bereich Management: Franziska Ryser wollte immer weiterkommen. Und auch heute hat die 60-Jährige immer schon das nächste Projekt im Hinterkopf: «Wenn mich mein Umfeld darauf anspricht, sage ich oft, dass es jetzt bald ruhiger werde. Das glauben sie mir aber oft nicht und meistens haben sie recht. Ich arbeite gerne und darum auch immer Ideen, die ich noch umsetzen möchte.»
Aufgewachsen auf dem Bauernhof
Ihre Kindheit, in einem kleinen Ortsteil von Dürrenroth, sei beschaulich gewesen. Aufgewachsen mit acht Geschwistern musste Franziska Ryser viel auf dem elterlichen Bauernbetrieb mithelfen. Freude daran hatte sie nicht. «Ich war froh, als die Schulzeit vorüber war, und ich endlich selber machen konnte. Ich merkte aber auch, dass ich Defizite hatte. Ich hatte nichts von der Welt gesehen, war noch nie auch nur in Bern und kannte nicht viele Leute.» Rückblickend habe diese gemächliche Zeit mit kleinem Radius aber auch etwas Schönes gehabt: «Das Leben hatte eine Gemächlichkeit, man konnte sich entwickeln. Das kommt heute vielleicht manchmal zu kurz.»
Berufstätige Mutter in den 90er Jahren
Selbständig zu sein, sei ihr immer wichtig gewesen, erzählt Franziska Ryser. Sie arbeite gerne und wusste schon früh, dass sie in der Berufswelt noch mehr bewirken wolle. «Als es in jungen Jahren Nachwuchs gab, haben mein Mann und ich darum entschieden, die Rollen zu tauschen. Ich ging weiterhin arbeiten und er blieb zuhause bei den Kindern. In den 90er Jahren war das noch eine grosse Ausnahme.» Dementsprechend hätten die Leute geredet. Auch die Arbeitswelt war noch nicht auf eine berufstätige Mutter eingestellt. «Bei meinem damaligen Arbeitgeber gab es weder eine Mutterschaftsversicherung noch sonst irgendwas. Es kam gar nicht gut an, dass ich nach der Geburt meiner Tochter wieder weiterarbeiten wollte und nicht kündete.» Diese Umstände seien für sie unter anderem ein Grund gewesen, sich im Berufsverband zu engagieren und sich für die Rechte von Arbeitnehmenden einzusetzen, so die Huttwilerin.
Wie Franziska Ryser die Spitex Oberes Langetental in ihren 16 Jahren als Geschäftsführerin geprägt hat und wo sie Energie tankt um sich weiterhin an verschiedenen Orten engagieren zu können, hört ihr im neo1 Porträt.
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