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Fast 10'000 Märchen: Was sie uns über die Welt erzählen

Es gibt nicht nur bekannte Schweizer Märchen und Sagen wie zum Beispiel «die schwarze Spinne» oder «Wilhelm Tell», sondern auch viele weniger bekannte Märchen und Sagen aus aller Welt. Einige davon sind auf der Webseite der Mutabor Märchenstiftung Trachselwald zusammengetragen. Die Stiftung hat sich zum Ziel genommen, auf die Vielfalt der Märchen aufmerksam zu machen und ihnen eine Stimme zu geben.

"Wir haben bald 10'000 Märchen und Sagen gesammelt und zur Verfügung gestellt", erzählt die Stiftungspräsidentin Djamila Jaenike. "Wir wollen damit anregen, über Märchen und Sagen zu diskutieren. Was erzählen sie über unsere Region, unser Land und unsere Sprache?". Die Märchenforschung zeigt, dass Märchen und Sagen spezifisch etwas über die Gesellschaft erzählen, aus der sie stammen. «Sie sind enorm geprägt, von denen, die sie damals erzählt haben und ihrem Umfeld», ergänzt Djamila Jaenike. Ansonsten haben die verschiedenen Märchen und Sagen aber viele Gemeinsamkeiten. Es kommen beispielsweise immer wieder dieselben Figuren darin vor, mit denen wir uns identifizieren und gute Assoziationen bilden können. "Der König hat zum Beispiel Macht und ist der, der historisch gesehen am meisten über sein Leben entscheiden konnte. Häufig gibt es aber auch den Armen, den Unterdrücker oder den Helden. Dieses Bild funktioniert überall auf der Welt."

Wir tauchen diese Woche etwas tiefer in die Welt der Märchen und Sagen ein. Wie aktuell sind diese Geschichten heute noch? Was macht einen guten Erzähler oder eine gute Erzählerin aus? Und welchen Einfluss hat das Internet auf die Erzählkultur? Alles Fragen, die wir mit Djamila Jaenike, Präsidentin der Mutabor Märchenstiftung Trachselwald klären.

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