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Falsche Aussagen im Trubschachen und in der Stadt Bern

Anfang September wurden der Kantonspolizei Bern ein Raubversuch in

Trubschachen und ein Angriff in Bern auf einen jungen Mann gemeldet. Bei

Abklärungen und Befragungen haben sich die Meldungen als erfunden

herausgestellt. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen Irreführung der

Rechtspflege ermittelt.

Der junge Mann hatte angegeben, dass er am Dienstag, 1. September 2015, um

zirka 1815 Uhr, in Trubschachen im Bereich einer Sägerei von zwei Unbekannten

angegangen und mit Messern bedroht worden sei. Dabei soll das vermeintliche Opfer

leicht verletzt worden sein. Die Polizei hatte daraufhin einen Zeugenaufruf

veröffentlicht (vgl. Medienmitteilung vom 4. September 2015).

Am Mittwoch, 2. September 2015, ging eine Meldung von einem Spital in Bern ein,

weil sich ein Mann mit Schnittverletzungen beim Spital gemeldet hatte. Im Rahmen

der Abklärungen konnte festgestellt werden, dass es sich um dasselbe Opfer wie

beim gemeldeten Raub in Trubschachen handelte. Im Laufe der nachfolgend

aufgenommenen Ermittlungen konnte vom mutmasslichen Opfer in Erfahrung

gebracht werden, dass er in Bern, an der Brunngasshalde gleichentags um zirka

1240 Uhr von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen und verletzt worden sei. Die Polizei veröffentlichte auch hierzu einen Zeugenaufruf (vgl. Medienmitteilung vom 3. September 2015).

Abklärungen und Befragungen haben in der Zwischenzeit ergeben, dass beide

Geschichten des jungen Mannes nicht stimmen. Er fügte sich die Verletzungen

jeweils selbst zu. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen Irreführung der

Rechtspflege ermittelt. (pd)

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