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Fahrende in Belp sind weggefahren
Die Fahrenden, welche seit Sonntag Parkplätze beim Flughafen Bern-Belp besetzen, haben die Plätze am Mittwoch verlassen. Das sagten Benjamin Marti, Belps Gemeindepräsident, und Flughafensprecher José González am Mittwochnachmittag.
Die französischen Roma, welche am vergangenen Sonntag erneut im Gebiet Flughafen verschiedene Parkfelder in Beschlag genommen haben, sind einer polizeilichen Räumung zuvorgekommen und haben im Laufe des heutigen Mittwochs, mit Abschluss um 17.15 Uhr, die Gemeinde Belp in unbekannte Richtung verlassen. Die Gemeinde hat seit Montag massiv Druck auf die Gruppe der Fahrenden ausgeübt. Mit Verfügung vom Dienstag, 20. Juli 2021 – persönlich ausgehändigt – waren die Fahrenden unter Androhung der polizeilichen Räumung aufgefordert worden, bis am Mittwoch um 18 Uhr das Gelände zu verlassen.
Zur Verhinderung einer erneuten Heimsuchung verstellt die Gemeinde ab sofort öffentliche Parkplätze mit geeigneten baulichen Mitteln. "Grosse Steine verhindern, dass grosse Autos mit Wohnwagen die Einfahrt passieren können", so Benjamin Marti. "Die Zufahrt für die Anwohner und die Besucher des Giessenbads ist aber jederzeit gewährleistet."
An Pfingsten hatte die Gemeinde Belp den Aufenthalt von rund hundert Fahrenden während fast zwei Wochen noch akzeptiert. "Ich halte immer noch daran fest, dass der Entscheid damals gut war. Natürlich habe ich mich jetzt rückblickend gefragt, ob das eine gute Idee war, den Fahrenden Asyl zu gewähren. Es gab aber kaum bessere Möglichkeiten mit der Situation umzugehen und in diesem Fall um Pfingsten war es die beste Lösung", ist Marti auch jetzt noch überzeugt.
Schweizweit gibt es zu wenig Transitplätzen für ausländische fahrende Roma. Laut einer Studie vom Mai hat sich die Situation in den vergangenen Jahren zwar ein wenig verbessert. Doch die zurzeit sieben existierenden Transitplätze seien immer noch zu wenig; es bräuchte zehn zusätzliche.
Immer wieder kommt es zu Konkurrenzkämpfen um die knappen Plätze - und zu irregulären Landnahmen, die wiederum Konflikte mit der lokalen Bevölkerung nach sich ziehen. (neo1/sda)
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