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Es wird mehr über psychische Gesundheit gesprochen

Durch die Corona Pandemie wurden gesundheitliche Probleme immer offener diskutiert. Dies hat auch Folgen für psychische Erkrankungen. Positive Folgen. "Endlich wird mehr darüber gesprochen. Dies ist ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung", erklärt Helena Durtschi der reformierten Kirchgemeinde Bern Jura Solothurn. 

Die Pandemie, die Wirtschaft, der Klimawandel und der Krieg in der Ukraine können bereits bei Jugendlichen Zukunftsängste auslösen. Wo ist mein Platz in dieser Welt mit ihren globalen Krisen? Aber auch Leistungsdruck und die Vergleiche welche von den sozialen Medien noch gefördert werden, können Gründe sein für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burn-Out oder Essstörungen. Dies bedeute aber nicht, dass früher alles besser war, so Helena Durtschi. "Ich denke wir können nicht einfach die gute alte Zeit zurückholen, aber die neue Zeit ist auch noch nicht richtig angekommen. Wir wissen noch nicht wie mit heutigen Herausforderungen umgehen."

Psychische Erkrankungen lösen auch immer wieder Sinnfragen aus. Wieso ich? Warum überhaupt? Solche Fragen können Menschen mit einer psychischen Krankheit stark beschäftigen. Antworten darauf gibt es meist nicht. "Früher haben wir in der Kirche mögliche Antworten auf diese unlösbaren Fragen gesucht und konnten den Menschen so weiterhelfen. Aber auch die Kirche ist immer weniger relevant in der heutigen Zeit", erzählt Helena Durtschi von der reformierten Kirche Bern Jura Solothurn. Darüber reden hilft. Deshalb organisiert sie Kurse in der Region. Betroffene, oder Personen aus dem Umfeld von Leuten mit psychischen Erkrankungen können lernen, wie sie mit den Herausforderungen umgehen können und sich austauschen.

Seit der Pandemie wir mehr über psychische Probleme gesprochen. Dies erzeugt den Eindruck, es gäbe viel mehr Menschen mit einer solchen Erkrankung. Es erhöht aber auch die Stigmatisierung. "Menschen mit psychischen Erkrankungen werden ganz oft in eine Schublade gesteckt. Wer diesen Stempel einmal hat, wird ihn kaum noch los", so Durtschi. Auch das sei ein grosses Problem. Die Kurse auf dem Land sind teils sehr gut, teils auch sehr schlecht besucht. "Es kostet viel Überwindung diese Themen in das eigene Leben zu lassen. Sich einzugestehen, dass man ein Problem hat, zum Beispiel. Aber auch als nicht betroffene Person die helfen möchte und sich für den Kurs interessiert, ist die Angst da, danach abgestempelt zu werden." 

Der Kurs in Langnau im September 2022 kam mangels Teilnehmenden nicht zu Stand. Der nächste Kurs findet im Januar 2023 in Zäziwil statt und ist bereits fast ausgebucht.

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