(Bild: Philipp Düsel / swissunihockey)
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Erster Supercup-Gewinn für die Wizards
Die Wizards Bern Burgdorf haben zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Supercup gewonnen. Gegen Cupsieger Zug United ziehen die Schweizer Meisterinnen im Mitteldrittel von 1:0 auf 4:0 davon und verteidigen die Führung danach mit einer kämpferischen Leistung.
Die beiden Teams im Supercup der Frauen suchten ihr Glück zu Beginn gleich in der Offensive. Zug hatte die erste gute Chance, danach kamen die Bernerinnen besser ins Spiel. In der 5. Minute störten sie Zug bei der Angriffsauslösung erfolgreich und Anja Gross traf souverän zum 1:0 für die Schweizer Meisterinnen. Zwei Minuten später prallte ein Schuss von Mirjam Wyss an der Latte ab, doch auch Zug kam immer wieder in gute Abschlusspositionen, insbesondere wenn die Linie um Weltmeisterin und Neuzuzug Céline Stettler schnell vorwärts spielte. Es war ein unterhaltsames Startdrittel, doch es fielen keine weiteren Treffer mehr.
Dominantes Mitteldrittel
Nach dem Seitenwechsel hatten die Wizards mehr vom Spiel. Die Zauberinnen hatten mehr und bessere Chancen und gingen damit schon fast verschwenderisch um. Dann war es ein mehrfach abgelenkter Ball, der in der 28. Minute zwischen den Beinen der Zuger Torhüterin hindurch kullerte und die Bernerinnen mit 2:0 in Führung brachte. Dieser Treffer gab den Wizards weiter Auftrieb. Nach einem Zuger Freistoss kam es zum Konter, die Tschechin Eva Krtenova wurde in der Mitte nicht angegriffen und konnte seelenruhig zum 3:0 verwandeln.
Nun nahm Zug sein Timeout und schien sich danach etwas zu fangen. Ein Weitschuss nach einem Freistoss führte jedoch zuerst zum 4:0 für die Wizards, kurz darauf wurde die erste Strafe des Spiels ausgesprochen und Zug konnte in Überzahl verkürzen. Wenig später musste auch Zug mit einer Spielerin weniger agieren, doch den Wizards gelang kein weiterer Treffer. Nach einem fulminanten Start ins Mitteldrittel war die 4:1-Führung zur zweiten Pause aber verdient.
Kurze Hoffnung bei Zug
Zu Beginn des Schlussdrittels glich die Partie einem offenen Schlagabtausch. Zug drückte auf ein schnelles Tor, gestand den Wizards aber auch gute Konterchancen zu. Vorerst änderte sich am Resultat jedoch nichts – Mirjam Wyss vergab nach tollem Zuspiel von Annika Morf, auf der Gegenseite agierten Isabelle Gerig und Julia Croneld etwas zu verspielt. In der 49. Minute stimmte das Timing perfekt, als Croneld aus der Ecke Laila Ediz bediente und diese zum 4:2 einschob. Es folgte die beste Phase des Spiels aus Zuger Sicht, doch die Wizards kämpften aufopfernd, auch wenn sie einige Einsätze lang kaum mehr den Ball hatten.
Fünf Minuten vor Spielschluss versuchten es die Zentralschweizerinnen erstmals ohne Torhüterin, doch es dauerte nicht lange, ehe Anja Gross aus der eigenen Spielfeldhälfte auf 5:2 erhöhen konnte. 61 Sekunden später bediente Torhüterin Ella-Fée Greber mit einem schönen Auswurf Chiara Taini, die zum 6:2-Schlussresultat verwertete. Zug fehlte etwas die Durchschlagskraft, während sich die Bernerinnen mit ihrem Lauf- und Tempospiel zwei Wochen vor Beginn der Meisterschaft in guter Form zeigten.
"Wir brauchen noch ein bisschen Zeit", sagt Céline Stettler. "Wir hatten aber einen guten Sommer und haben hart gearbeitet. Ich glaube, die Formationen und Linien müssen sich noch einpendeln. Da habe ich überhaupt keine Angst." Auf der Siegerseite war die Freude gross: "Es ist natürlich toll, so in die Saison zu starten, nachdem wir Meisterinnen geworden sind", sagt Annika Morf, die letzte Saison zur Newcomerin der L-UPL Women ausgezeichnet wurde und auch im ersten Spiel der neuen Saison überzeugte. "Jetzt fängt aber alles wieder von vorne an, wir müssen es uns neu verdienen. Diese Energie wollen wir unbedingt mitnehmen, ebenso wie das Wissen, dass wir ein Spiel gewinnen können, wenn wir unseren Plan durchsetzen." (pd)
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