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Erst gebaut, dann gezügelt: Das Blockhaus kommt nach Grasswil

Drei Monate lang wurde in Thunstetten an einem ungewöhnlichen Einfamilienhaus gearbeitet. Jetzt wird das Blockhaus Stück für Stück abgebaut und nach Grasswil transportiert.

Auf dem Gelände der Grütter Block- und Holzbau GmbH in Thunstetten ist in den vergangenen drei Monaten ein Naturstamm-Blockhaus entstanden. Die bis zu 16 Meter langen Baumstämme stammen aus dem Wald in Grasswil. Nun wird das Haus wieder abgebaut und nach Grasswil gebracht. Dort steht bereits das fertige Kellergeschoss. "Sie sind jetzt in Thunstetten daran, Stamm für Stamm mit dem Kran abzutragen. Und sie müssen natürlich alles genau beschriften, damit später alles wieder am gleichen Ort zu stehen kommt", erklärt Bauherrin Sarah Bielser.

Der ungewöhnliche Bauablauf hat einen praktischen Grund. Während die Firma in Thunstetten am Blockhaus arbeitete, konnte in Grasswil gleichzeitig der Keller gebaut werden. "So können wir Zeit sparen, weil gleichzeitig in Grasswil bereits der Unterbau gemacht wurde. Für die Firma ist es zudem praktisch, direkt bei ihnen in der Werkhalle zu arbeiten. Und der Lärm vom Sägen ist nicht mitten im Quartier in Grasswil", sagt Bielser.

Bevor die Stämme nach Grasswil transportiert werden, werden sie noch mit einer Schicht Schafwolle isoliert. Zudem werden Löcher für die Stromleitungen gebohrt. In Grasswil soll das Blockhaus anschliessend wieder Stamm für Stamm aufgebaut werden. Wann die Familie Bielser einziehen kann, ist noch offen.

Während der Bauarbeiten sorgten die Motorsägen in Thunstetten für Aufmerksamkeit. Viele Menschen beobachteten den Baufortschritt. "Es war spannend, den Bau zu verfolgen", sagt Bielser. Sie und ihr Mann seien deshalb froh und dankbar, dass die Thunstetterinnen und Thunstetter den Lärm während der vergangenen drei Monate so gut akzeptiert hätten.

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