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"Erschöpft" - Lukas Jampen im Wochengespräch
Lukas Jampen hat eine schwere Erschöpfungsdepression erlebt und darüber ein Buch geschrieben. Im Wochengespräch erzählt er offen über Warnsignale, seinen Weg zurück und weshalb er mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit geht.
Stress, Überlastung, Burnout oder Leistungsdruck. Diese Themen sind für viele Menschen täglich präsent. So war es auch bei Lukas Jampen. Es habe viele Anzeichen gegeben, an denen er gemerkt habe, dass etwas nicht stimmt. Wenn man sich aber in einer Phase mentaler oder psychischer Überlastung befinde, blende man vieles aus, erzählt er. Er hatte vor zwei Jahren eine schwere Erschöpfungsdepression. "Die Signale waren schon lange da. So richtig gemerkt, dass ich völlig neben der Spur bin, habe ich bei einem Anlass in unserer Firma. Da habe ich die Hälfte der Organisation völlig vergessen."
Die Symptome seien sehr vielseitig gewesen. Angefangen bei immer schlechterem Schlaf oder zunehmender Gereiztheit. Irgendwann seien körperliche Symptome dazugekommen, wie Verdauungsbeschwerden oder Schmerzen. Bis hin zu Schlaflosigkeit, Panikattacken und Krämpfen am ganzen Körper. "Der Körper stellte einfach seinen Dienst ein."
Das Schwierigste sei für ihn gewesen, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich einzugestehen: "Hey, du hast ein richtiges Problem. Und vor allem, du kommst nicht mehr ohne Hilfe da raus. Hilfe von aussen anzunehmen war ein riesiger Schritt. Ich musste mir zuerst eingestehen, dass dies nun nötig ist."
Heute hat Lukas Jampen seine Erschöpfungsdepression überwunden. Seine Geschichte hat er in einem Buch beschrieben. "Erschöpft – Bruchlandung mitten ins Leben" heisst es. Diese Woche fand die offizielle Vernissage statt. Das Buch sei transparent, direkt und offen, wie er selbst sagt. Mit seinem Buch wolle er sensibilisieren, sagt er. "Ich möchte ein Verständnis schaffen für diese Thematik, die allgegenwärtig ist. Wenn man sich im Büchermarkt umschaut, findet man viele Fachbücher, aber sehr wenig persönliche Geschichten dazu." Das habe er ändern wollen. "In meinem Buch findet man Sensibilisierung. Man findet ein Verständnis, wenn man sich mit dem Thema und dem Buch befasst. Und im besten Fall kann man sogar jemandem im persönlichen Umfeld helfen."
Im Wochengespräch erzählt Lukas Jampen unter anderem, wie er seine Erschöpfungsdepression überwunden hat. Er spricht darüber, wem er sein Buch speziell gewidmet hat und wen er mit dem Buch erreichen möchte.
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