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| Abstimmungen

"Einmalige Chance" oder "Luxus-Projekt"? - Abstimmung über Kunstmuseum Bern

Die Berner Bevölkerung stimmt am 14. Juni über einen Kredit für das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt am Kunstmuseum Bern ab. Der bernische Grosse Rat hatte im September für die Projektierung des Vorhabens 15,7 Millionen Franken genehmigt. Ein Referendumskomitee reichte dagegen 14'318 gültige Unterschriften ein.

Das Komitee stört sich insbesondere an den hohen Kosten, den unklaren finanziellen Perspektiven sowie den verkehrspolitischen Folgen des Projekts, wie Vertretende von SVP, FDP, GLP, Mitte und EDU vor den Medien erklärten. Sie sprechen von einem "Luxus-Projekt".

"147 Millionen Franken für einen Teil-Neubau und eine Sanierung: Das sind Dimensionen, die nicht in unser finanzpolitisches Umfeld passen", sagt Co-Präsident Samuel Krähenbühl. Es sei einfach "too much".

"Einmalige Chance"

Die Befürwortenden sind der Meinung, ein Ja zur Vorlage stärke den Kanton Bern kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Das Sanierungsprojekt überzeuge in Bau, Funktionalität und Kosteneffizienz, schreibt das Ja-Komitee mit Vertretenden sämtlicher Grossratsfraktionen bis auf die SVP.

Das Komitee sieht im Projekt eine "einmalige Chance". Von den Gesamtkosten von 147 Millionen Franken übernehmen Private, Stiftungen, die Wirtschaft und der Lotteriefonds 40 Prozent. Diese Kostenbeteiligung will das Komitee nicht aufs Spiel setzen. "Wird die Vorlage abgelehnt, gehen diese privaten Beiträge verloren", sagte GLP-Grossrat Claude Grosjean laut Mitteilung.

Sanierung und Ersatzneubau

Die Gebäude des Kunstmuseums Bern sind stark sanierungsbedürftig. Der historische Stettlerbau von 1879 und der Erweiterungsbau von 1983 (Atelier-5-Bau) haben laut Abstimmungsbotschaft "gravierende Mängel in Bezug auf Technik, Sicherheit, Barrierefreiheit und den Schutz der Kunstwerke."

Das Projekt Eiger beinhaltet die Sanierung des historischen Stettlerbaus und die Erstellung eines Ersatzneubaus für den Atelier-5-Bau. Dazu kommt die Sanierung des Gebäudes an der Hodlerstrasse 6.

Der Kanton Bern wird maximal 81 Millionen Franken an die Sanierung und Erweiterung bezahlen. Darin enthalten ist der Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken, über den das Berner Stimmvolk am 14. Juni abstimmt. (sda/neo1)

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