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Eine neue Tierklappe soll das Aussetzen von Kaninchen und Nagetieren verhindern

Seit Samstag gibt es in der Region Thun die erste Tierklappe der Schweiz. Dort können Menschen ihre Kaninchen und Nagetiere anonym abgeben.

Die Holzkiste steht in der Gemeinde Hilterfingen beim Schloss Hünegg. Das Ziel ist, dass weniger Tiere ausgesetzt werden, erklärt die Präsidentin der Stiftung Tierklappe, Jasmin Reinhard: "Wir wollten etwas für Kaninchen und Nagetiere verändern. Das sind Tierarten, die beim Tierschutz häufig etwas untergehen, und wir wollten eben genau für diese Tiere etwas machen."

Vor allem Kaninchen und Nagetiere werden häufig unüberlegt und oft ausgesetzt. Wenn ein Tier bei der Tierklappe abgegeben wird, erhält der Verein eine Meldung und holt es innerhalb von 45 Minuten ab. "Wir bringen das Tier dann für eine Grunduntersuchung zum Tierarzt. Anschliessend kommt es noch in Quarantäne auf einer privaten Pflegestelle. Das Tier wird zudem auf der schweizerischen Tiermeldestelle ausgeschrieben, da es offiziell als Findeltier gilt." Erst nach zwei Monaten, in denen sich niemand meldet, der das Tier zurückhaben möchte, kann die Stiftung ein neues Zuhause für das Tier suchen.

Die Klappe ist jedoch nur für Notfälle gedacht und nicht für Menschen, die ihre Tiere aus Bequemlichkeit abgeben wollen, ergänzt Jasmin Reinhard, Präsidentin der Stiftung Tierklappe.

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