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| Gesellschaft

Ein schwieriger Bau fordert seinen Tribut

Seit über 100 Jahren bietet das Dienstbotenheim Oeschberg bei Koppigen alten Knechten und Mägden ein zu Hause im Alter. Seit geraumer Zeit aber, sind die Bewohnerinnen und Bewohner des Dienstbotenheims nicht mehr nur aus der Landwirtschaft. Deshalb hat sich das Dienstbotenheim Oeschberg in den Lebensort Oeschberg gewandelt.

Im Zuge dieser Namensanpassung hätte auch ein Neubau und eine örtliche Neuorganisation stattfinden sollen. "Unsere Bewohner müssen zum Teil immer noch die Hauptstrasse überqueren, um in eines unserer Häuser zu gelangen", so Fritz Widmer vom Vorstand des OGV. Der OGV ist der ökonomische und gemeinnützige Verein des Amtsbezirks Burgdorf, welcher den testamentarischen Willen der Gebrüder Affolter, ein Dienstbotenheim zu betreiben, umsetzt und den Lebensort Oeschberg verwaltet.

"Die bauliche Veränderung ging nun aber deutlich weniger einfach als geplant", so Widmer gegenüber neo1. Unter anderem neue Vorschriften im Zusammenhang mit dem Heimatschutz und der Denkmalpflege verzögern das Projekt. Dieser Prozess ist zeitaufwändig und kostet Nerven. Damit wieder mehr Energie ins Projekt gesteckt werden kann, haben sich drei Vorstandsmitglieder entschieden, zurückzutreten und auf die Hauptversammlung hin neuen Kräften Platz zu machen. Unter anderem die Präsidentin Regula Jacquemai zieht sich zurück. "Wir haben den Aufwand vielleicht auch etwas unterschätzt", gibt Fritz Widmer zu. Er bleibt aber voller Hoffnung und rechnet mit einem Abschluss in rund vier Jahren. "Unseren jetzigen und zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern soll es vergönnt sein, neu auch in Einzelzimmern mit Nasszellen wohnen zu können." Zu dem würde mit dem Neubau auch die Anzahl Zimmer höher. Im Moment haben sie Platz für 39 Menschen, am Ende sollen es bis 60 Bewohnerinnen und Bewohner sein.

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