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| neo1 Porträt

Noureddine Abbassi aus Langenthal lebt mit einer bipolaren Störung

Noureddine Abbassi ist mit seinen Eltern und seinem Bruder in Herzogenbuchsee aufgewachsen. Es war keine einfache Kindheit. Der Vater war Alkoholiker und die Mutter wurde depressiv, dazu kam auch noch Mobbing. Auch als Erwachsener hatte es der 36-Jährige nicht immer einfach. Vor rund einem Jahr wurde bei ihm eine bipolare Störung diagnostiziert.

Aufgrund der Alkoholsucht seines Vaters, liessen sich seine Eltern relativ früh scheiden. Dadurch haben sich bei Noureddine Abbassi Verlustängste entwickelt. "Ich habe auch das Tourette-Syndrom diagnostiziert bekommen und wurde deshalb in der Schule gemobbt. Daraufhin fiel meine Mutter in eine schwere Depression." Trotzdem gab es in seiner Kindheit aber auch immer wieder schöne Momente, ergänzt der 36-Jährige im Interview mit neo1.

Schwieriger Start als Tontechniker

Nach der Schule machte Noureddine Abbassi eine Lehre als Schreiner und absolvierte dann ein Studium als Tontechniker. "Danach bin ich nach St. Gallen gezogen und arbeitete als Tontechniker. Leider in einer Firma, die sehr schlecht mit ihren Mitarbeitenden umging. Dort hat eine schlimme Phase der Selbstsabotage bei mir angefangen." Um aus dieser Phase herauszukommen, kehrte der 36-jährige Langenthaler der Firma den Rücken zu, zog wieder zu seiner Mutter und begann, im Grosshandel zu arbeiten.

Aufenthalt in der Klinik

Irgendwann fiel Noureddine Abbassi in ein Loch. Damals hat er den Job gewechselt, ist umgezogen und hat ein laufendes Projekt abgeschlossen. "Plötzlich fühlte ich mich so wertlos, dass ich eines Morgens aufgewacht bin und keine Lust mehr hatte zu leben." Mit Unterstützung fuhr der damals 35-Jährige in den Notfall und bereits zwei Stunden später war er in einer Klinik. Dort wurde bei ihm eine bipolare Störung Stufe 2 diagnostiziert. "Man fühlt sich euphorisch, hat das Gefühl, dass man alles erreichen kann und setzt sich selber wahnsinnig hohe Anforderungen." Auf dieses Hoch folgt dann meistens eine schwere Depression.

Über sein Leben mit der psychischen Krankheit erzählt Noureddine Abbassi in seinem Vortrag "ig und mini bipolari Störi" am Donnerstag, 12. März im Old Capitol in Langenthal.

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