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Ein "Hitchcock-Spiel" mit nur 1 Punkt auf dem Konto

Noch ist fast alles möglich. Dass die SCL Tigers die allenfalls drohenden Play-Outs aus Gedanken verbannen- und sich ganz
auf das Erreichen der Play-Ins fokussieren können, müsste eigentlich zusätzliche Energie freisetzen. Dieser Traum will allerdings hart erarbeitet sein.
Zwei Spiele vor Qualischluss ist für 8 Teams noch offen, wie und ob die Saison weitergeht. Vom 10. Rang - und damit vom Kampf um die letzten zwei Playoffplätze in den Play-Ins - trennen die Tigers gerade mal zwei Punkte; zum 11. Platz, welcher Saisonende bedeuten würde, sind es drei Punkte.
Sicher ist: Wenn die SCL Tigers heute in der regulären Spielzeit gewinnen, sind die Play-Ins sicher. Bei allen anderen Varianten gibt es eine Knobelei.

Der Start ins letzte Auswärtsspiel gegen den EHC Biel gelingt sehr gut. Die Emmentaler können bereits in den ersten Minuten Druck entwickeln und  einige Chancen kreieren. Der EHC Biel hat in dieser Anfangsphase deutlich weniger Spielanteil. Biel kommt im Verlauf des Startdrittels etwas besser ins Spiel und tauchen einige Male gefährlich vor dem Emmentaler Tor auf. Tatsächlich gelingt den Seeländern durch Luca Cunti in der 9. Minute der Führungstreffer. Das Spiel ist ausgeglichen, beide Teams sind defensiv sehr solid. Torchancen sind Mangelware. Ein alles in allem von beiden Teams sehr diszipliniertes Startdrittel mit dem einen Tor für das Heimteam.

Schlechter kann ein Drittel nicht starten. Nach nur gerade 8 Sekunden muss Luca Bolthauser den Puck aus seinem Gehäuse fischen. Nun ist eine Reaktion gefragt! Es dauert einige Minuten, bis die Tiger diesen Schock verdaut haben. Das Boxplay welches sie in dieser Phase zu überstehen haben, hilft nicht. Was die Offensive angeht, tun sich die Tigers schwer. Abgesehen von einer Chance von Zanetti bleiben erwähnenswerte Aktionen aus. Die Tigers scheinen diese Einwände zu teilen. Juuso Riikola verkürzt zum 1:2. Leider brauchen die Seeländer nur genau einen Angriff um den zweitore-Vorsprung wieder herzustellen. Die Tigers können zum ersten Mal Powerplay spielen; Dario Rohrbach, der auffälligste Spieler der Emmentaler erzielt das wichtige Tor zum 2:3. Juuso Riikola scheint sich verletzt zu haben, verschwindet jedenfalls in die Kabine. Es ist allerdings eher der EHC Biel der die Oberhand hat. Die Tigers bringen sich mit unnötigen Strafen zusätzlich in Schwierigkeiten. Mit dem knappen Rückstand geht es in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel gilt es für die Tigers den Rest einer Strafe zu überstehen; das gelingt. Kurz später bietet sich eine erneute Gelegenheit zum Powerplay. In der zweiten Minute können sich die Tigers installieren und mächtig Dampf machen. Der Ausgleich fällt aber nicht. Die Stimmung wird nun hitziger, die Nerven beginnen auf beiden Seiten eine Rolle zu spielen. In dieser Phase überstürzen sich die Ereignisse. Die Seeländer nehmen eine weitere Strafe, Sean Malone gelingt der Ausgleich, der Jubel ist grenzenlos; erstickt allerdings kurz später im Verdikt der Schiedsrichter die eine Torhüterbehinderung anzeigen. Die Tigers lassen sich nicht entmutigen und erzielen beim nächsten Anlauf den hochverdienten Ausgleich zum 3:3. Die Gäste sind im Schlussdrittel die bessere Mannschaft. Leider müssen sich die Tigers kurz vor Schluss nochmal im Boxplay beweisen. Es geht mit einem 3:3 nach 60 Minuten in die Verlängerung. 1 Punkt ist im Trockenen.
Die Overtime geht hin und her - und 26 Sekunden vor Schluss gelingt Biel der Siegtreffer. Dass auch dieser Treffer wegen Offside nicht zählt, passt zu diesem verrückten Spiel.

Es geht ins Penaltyschiessen. Hier haben die Seeländer das glücklichere Händchen und holen den Zusatzpunkt. Nun braucht es am Samstag gegen Ajoie einen Sieg.

EHC Biel - SCL Tigers 4:3 n.P.

Das letzte Qualispiel ist am Samstag, 1. März zuhause gegen Ajoie.

Die weiteren Resultate der National League:

Ambri - Bern 4 : 1

Ajoie - Lakers 4 : 5

Davos - ZSC Lions 4 : 2 

Genf - Lugano 3 : 2

Kloten - Genf  3 : 2

Lausanne - Freiburg 0 : 2

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