(Symbolbild: neo1 / Archiv)
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Drei junge Berner Stadträtinnen lancieren neue Debatte für Gratis-ÖV in der Stadt Bern
In Bern startet eine neue Debatte über kostenlosen oder günstigeren öffentlichen Verkehr. Drei junge Stadträtinnen der Jungen Alternative Bern haben vergangenen Donnerstag drei entsprechende Motionen im Berner Stadtparlament eingereicht.
Konkret fordern die drei jungen Frauen, dass Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre, AHV-Bezügerinnen und -Bezüger sowie Menschen mit einem tiefen Einkommen in der Stadt Bern kostenlos mit Bussen und Trams im Stadtnetz fahren können. Für alle anderen soll ein Jahresabo im Stadtgebiet 365 Franken kosten, also einen Franken pro Tag. Das seht in einem Bericht der Berner Zeitung.
Die drei Stadträtinnen argumentieren vor allem sozialpolitisch. Gerade in Zeiten steigender Mieten und Krankenkassenprämien sei ein Libero-Jahresabo für 738 Franken für Menschen mit tiefem Einkommen zu teuer. Der öffentliche Verkehr sei jedoch wichtig als Zugang zu Bildung, Arbeit, sozialem Leben und Gesundheit.
Die Idee ist in Bern nicht neu. Im Sommer 2024 verlangte bereits ein Vorstoss, dass Schülerinnen und Schüler den öffentlichen Verkehr gratis nutzen können. Der Gemeinderat äusserte damals jedoch Bedenken wegen der hohen Kosten für die Stadt.
Die neuen Vorschläge würden die Stadt Bern laut den drei Stadträtinnen schätzungsweise 40 bis 50 Millionen Franken pro Jahr kosten. Man dürfe Diskussionen aber nicht wegen des Geldes schon im Keim ersticken, werden die Initiantinnen im Bericht weiter zitiert.
Diskussionen im Stadtparlament sowie Berichte der Stadtregierung werden nun zeigen, welche Vorschläge realistisch sind und wie viel sie kosten würden.
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