Gehirnströme (Symbolbild: Canva, neo1)
Werbung
Dopamin
Es sorgt dafür, dass wir stundenlang auf social Media scrollen, jede Woche im Internet shoppen oder täglich ins Fitnessstudio gehen. Dopamin ist das sogenannte Antriebshormon und ist dafür verantwortlich, dass wir immer wie mehr wollen. Diesem Phänomen gehen wir diese Woche auf die Spur.
Dopamin wirkt immer dann in unserem Gehirn, wenn uns etwas gefällt. Sei es, wenn wir eine soziale Anerkennung erhalten, aber auch beim Sport oder bei Musik. «Einfach bei Dingen, die uns gut tun», erklärt die Neurowissenschaftlerin Barbara Studer. Dopamin sorgt dafür, dass wir immer mehr von all diesen Dingen wollen. Deshalb spielt Dopamin auch im Zusammenhang mit sozialen Medien eine grosse Rolle. «Wir haben eine Dopaminausschüttung, wenn wir social Media konsumieren. Über Likes, überraschende Elemente und Neuigkeiten. Durch die spannende Stimulation, die wir erhalten.»
Ausweg aus der Dopaminfalle
Es ist wichtig, dass wir unseren Dopaminhaushalt bewusst regulieren. Dass wir mehr Dinge tun, die gutes Dopamin ausschütten und weniger Dinge, die schlechtes Dopamin ausschütten. «Beispielsweise auf eine Wanderung gehen und das Handy Zuhause lassen oder raus in die Natur gehen ohne Podcast im Ohr. Etwas ganz achtsam tun», so die Neurowissenschaftlerin Barbara Studer. Ein «Dopamin-Detox» sei deshalb der falsche Ansatz. «Von Dopamin müssen wir uns nicht entgiften, denn Dopamin ist ein wunderbares Hormon. Es geht darum, die Quellen zu reduzieren, die das schnelle, intensive Dopamin geben.»
Werbung
