(Bild: neo1/Lara Kipf)
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Dogan Orakci hat den höchsten Titel in der Japanischen Kampfkunst
Dogan Orakci wurde in der Türkei geboren und lebte dort, bis er vier Jahre alt war. In der Schweiz hatte er keinen einfachen Start, weshalb er sich in den Sport flüchtete. Heute lebt er in Grosshöchstetten, trägt den höchsten Titel in der japanischen Kampfkunst und führt eine eigene Aikibudoschule.
Dogan Orakci wuchs zunächst bei seinen Eltern, später bei seinen Grosseltern auf, weil zuerst sein Vater, dann seine Mutter in die Schweiz auswanderten. Mit vier Jahren kam auch er in die Schweiz und erinnert sich noch genau an den Moment, als er dort ankam. „Meine Mutter und mein Vater haben am Flughafen auf mich gewartet. Meine Mutter hat dann an die Scheibe geklopft und konnte es kaum erwarten, mich zu sehen. Aber ich habe meine Eltern damals stark ignoriert“, erklärt Dogan im Interview. Zwar wurde das Verhältnis zu seinen Eltern mit den Jahren besser, trotzdem war der Start in der Schweiz für Dogan Orakci schwierig. Halt fand er damals im Sport.
Leidenschaft für japanische Kampfkunst
Schon früh entdeckte der heute 56-Jährige die japanische Kampfkunst für sich – eine Sportart, die ihn bis heute prägt. Er hat viel und hart trainiert, zahlreiche Auslandsseminare besucht und den hohen Titel „Hanshi“ erworben. Die enge Verbindung zu Japan bringt ihm nicht nur Anerkennung, sondern auch grosse Verpflichtungen. „Zu diesen Verpflichtungen gehört, dass Kampfkunst meine Nummer eins im Leben ist. Dazu wird von mir Loyalität, Fleiss und Weitergabe erwartet“, so Dogan Orakci.
Seit über 30 Jahren führt er eine eigene Aikibudoschule in Grosshöchstetten. Diese muss er jedoch schliessen. Die Schule muss aus den bisherigen Räumlichkeiten ausziehen, und ein neuer Standort wurde nicht rechtzeitig gefunden. Das allerletzte Training der Aikibudoschule in Grosshöchstetten findet am 3. Juli statt. Ob Dojo-Meister Dogan Orakci in Zukunft wieder eine Schule in der Region gründen wird, steht noch in den Sternen.
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