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| Politik

Die regionale Politik nimmt den "Betrieb" wieder auf

Auch die regionale Politik stand aufgrund der Coronakrise kurz still. Stadtrats- und Gemeinderatssitzungen wurden seit Mitte März grösstenteils abgesagt. Weil Worb eine Genehmigung vom zuständigen Regierungsstatthalteramt erhalten hat, durfte dort der Grosse Gemeinderat tagen. Auch Burgdorf und Langenthal durften gestern ihre Stadtratssitzung durchführen. Heute wird auch noch Münsingen im grossen Gemeinderat zusammensitzen - ein Überblick.

In Worb gibt weiterhin der Verkehr zu reden
Anstatt den vereinbarten zwei Stunden, war der Grosse Gemeinderat von Worb nach einer bereits durch mit ihren Themen, bestätigt der Worber Gemeindepräsident Niklaus Gfeller. "Zuerst informierte ich über die Themen die wir vom Gemeinderat und von der Abteilungsleiterkonferenz für die Gemeinde betreffend der Coronakrise festgelegt haben. Dabei ging es um den Zutritt zur Verwaltung und so weiter. Das hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Die Geschäfte an sich, sind relativ zügig besprochen worden", so Gfeller.

Trotzdem gab ein Thema zu reden. Einmal mehr war dies der Verkehr, so der Gemeindepräsident von Worb weiter. Konkret ging es dabei um das Postulat zur Verkehrssanierung Worb. Dies beinhaltet die Umfahrung zwischen Rubigen-Kreisel und Richigenstrasse. "Eine Partei, die EVP, hat dort bedenken angemeldet. Sie stellen sich die Frage, ob es wirklich nötig ist, für die Strasse Kulturland zu opfern."
Weil die angrezende Bächelmatt nicht eingezont ist, kann die Verkehrssanierung sowieso noch nicht durchgeführt werden. Aber das betroffene Gebiet sei im Richtplan und deshalb werde die Verkehrssanierung in Zukunft wieder zum Thema, so Gfeller.

Auch die Stadträte von Burgdorf und Langenthal tagten in ungewohnter Umgebung
Markthalle statt Gemeindesaal in Burgdorf und Westhalle vom Parkhotel statt alte Mühle in Langenthal. Auch die beiden Stadträte, die gestern Montag zum ersten Mal seit dem Ausbruch vom Coronavirus in der der Schweiz zusammenkamen, wechselten aufgrund der Massnahmen die Lokalität.
"Durch die Corona-Pandemie mussten wir spezielle Vorkehrungen treffen. Darunter den Wechsel vom Standort ins Parkhotel. Dort sassen wir mit genügend Abstand an Einzelpulten. Dazu wurden die Rednerpulte immer wieder durch das Reinigungspersonal desinfiziert", so Reto Müller, der Stadtpräsident von Langenthal. "Da wir fast 50 Personen sind, sassen wir dementsprechend weit auseinander. Für mich waren die hintersten nur noch als Stecknadelköpfe erkennbar. Aber es geht ja schlussendlich darum, was gesagt wird und nicht, wie man erkennt wird."

Für den Stadtpräsident von Burgdorf war die gestrige Sitzung speziell. "Durch die grösse vom Raum und durch die Distanz im Raum wurde die Diskussion zu einer anderen als normal. So wurde die Stadtratssitzung mehr technisch als persönlich geführt", so Stefan Berger. "Aber die Markthalle eignet sich ideal für solche Anlässe."

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