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Die Lage auf den Intensivstationen beruhigt sich

Die Betten sind knapp, die Intensivstationen völlig überlastet. In den letzten Monaten kamen die Spitäler im neo1-Land an ihre Grenzen. Eine herausfordernde, intensive Zeit für Mitarbeiter:innen. Nun ist aber etwas Besserung in Sicht, vor allem was die Corona-Situation angeht. Trotzdem schauen die Verantwortlichen nur vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

Die Corona-Pandemie hat die Situation auf den Intensivstationen verschlimmert. Aufgrund der hohen Betten-Besetzung mussten sogar Operationen verschoben werden. Vor allem nach den Ferien gab es einen enormen Anstieg, wie der Leiter Kommunikation & Marketing des Spitals STS Thun, Pierre Hagmann, erzählt. "Stand heute können wir sagen, dass Reiserückkehrer und Ungeimpfte die entscheidende Rolle spielten. Im Moment haben wir nach intensiveren Wochen aber doch eine Entspannung. Aktuell haben wir zwei Covid-Patienten auf unserer Intensivstation." Bei ihnen seien aber trotzdem alle insgesamt acht Betten besetzt.  

Nach dem Peak Ende Sommerferien hat sich die Lage betreffend Corona-Intensivpatient:innen beruhigt. Die Betroffenen sind aber trotzdem nur vorsichtig optimistisch: "Ich nehme an, dass es nach den Herbstferien wieder zu einer Welle kommt.", so Brigitte Ulrich, ärztliche Leiterin auf der Intensivstation des Spitals Emmental. Sie hofft deshalb, dass der Wellengipfel weniger hoch ist, je mehr Personen sich impfen lassen.    

Die letzten Monate seien für Mitarbeitende der Intensivstation sehr stressig und intensiv gewesen, sind sich Beide einig. Es war eine enorm hohe Belastung, die dem ganzen Personal viel Flexibilität abverlangte. Die Spitäler STS Thun und Emmental begrüssen deshalb die Zertifikatspflicht des Bundes. Wütend sei bezogen auf Personen, welche sich nicht impfen lassen wollen, aber das falsche Wort. "Ich glaube, wenn die Leute wüssten, wie wahnsinnig schwerkrank man durch Corona wird, dann würden sie sich hoffentlich eher impfen lassen. Ich höre immer wieder von Angehörigen, dass sie sich nie vorstellen konnten, dass man so schwer krank wird. Oder wenn ich höre die andere, richtige Grippe, dann habe ich schon wenig Verständnis, wenn ich sehe was hier auf der Intensiv abgeht", erzählt Brigitte Ulrich.           
 

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