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Die BKW rüstet auf

Stürme, Schnee oder Sonne: Das Stromnetz der BKW muss einiges aushalten. Die Störungen werden in der Leitstelle bearbeitet. Der Berner Energiekonzern BKW investiert nun massiv in den Ausbau, vor allem auf dem Land. Dies auch für die Energiewende.

Über 1'100 Störungen verzeichnet die BKW jedes Jahr in ihrem Stromnetz. Die meisten davon werden automatisch erkannt und behoben, ohne dass Mitarbeitende eingreifen müssen. In der Leitstelle des Unternehmens wird das gesamte Netz überwacht und gesteuert. "Das Personal muss gut ausgebildet sein und auch sprachlich passen, französisch und deutsch", sagt Daniel Brand, der die Leitstelle leitet.

Die Kommandozentrale ist rund um die Uhr besetzt. Besonders das Wetter sorgt immer wieder für Herausforderungen. "In ländlichen Regionen stehen mehr Leitungen auf Masten. Sie sind anfälliger auf Naturereignisse. Im Mittelland sind es eher Baustellen, wo mal ein Bagger eine Leitung trifft", erklärt Brand.

Im vergangenen Sommer zog die Leitstelle an einen neuen, geheimen Standort um. Aus Sicherheitsgründen wird dieser nicht genannt. Für den Notfall gibt es eine zweite, identische Leitstelle an einem anderen Ort. Bislang musste sie noch nie aktiviert werden.

Starker Ausbau geplant

Neben der Netzsicherheit beschäftigt die BKW auch die Energiewende. Immer mehr Menschen installieren Solaranlagen auf ihren Dächern. "Die lokale Produktion und der Verbrauch stimmen zeitlich fast nie überein", sagt Andreas Ebner aus der Geschäftsleitung. "Wenn es neblig ist, will ich es trotzdem warm haben und mein Auto laden, auch wenn ich gerade keinen Strom erzeuge. So braucht das System viel Leistung."

Um das Netz fit für die Zukunft zu machen, will die BKW bis 2030 rund eine Milliarde Franken investieren. Der Fokus liegt auf dem Land, etwa im Emmental und im Oberaargau. Dort gibt es grössere Dachflächen und mehr Eigenheimbesitzer, die sich schneller für Ladestationen oder Solaranlagen entscheiden. In den Städten sei das Netz bereits stärker ausgebaut, so Ebner. Ohne Investitionen drohe eine Überlastung und damit die Gefahr, dass neue Anlagen nicht mehr ans Netz angeschlossen werden könnten.

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