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Der Schweizer Bauernverband sieht Probleme beim Nutri-Score
Der sogenannte Nutri-Score soll den Konsument:innen helfen, ähnliche Lebensmittel zu vergleichen. Der Schweizer Bauernverband sieht ein Problem beim System.
Der Nutri-Score ist mithilfe eines Balkens mit fünf Buchstaben auf fünf Feldern mit den Farben von grün bis rot auf der Verpackung ablesbar. Dabei gilt: Ein Joghurt mit einem grünen A ist gesünder als ein Joghurt mit einem dunkelorangen D. So sollen sich die Konsument:innen einfacher für die gesündere Variante entscheiden können, ohne dabei die ganze Liste an Inhaltsstoffen auf der Verpackung lesen zu müssen, schreibt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV auf ihrer Webseite. Der Schweizer Bauernverband sieht ein Problem bei diesem System. Es werde zu stark vereinfacht, sagt die Mediensprecherin des Bauernverbandes, Sandra Helfenstein, auf Anfrage von neo1: "Aus Sicht des Nutri-Scores sind vor allem Fett und Zucker unerwünscht. Dies führt dazu, dass ein Cola Zero einen besseren Wert erzielt als ein Apfelsaft." Im Apfelsaft sei viel Fruchtzucker, im Cola Zero hingegen statt Zucker künstliche Zusatzstoffe, erklärt Sandra Helfenstein.
Der Schweizer Bauernverband fordert deshalb, dass auch der Verarbeitungsgrad von Lebensmitteln und die Verwendung von Zusatzstoffen im Nutri-Score angegeben werden. Das heisst es in einer Mitteilung.
Auch von den Schweizer Milchproduzenten heisst es, dass sie Bedenken haben, dass der Nutri-Score Vollmilchprodukte zu Unrecht diskriminiert.
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit betont, dass der Nutri-Score keine Ernährungsempfehlung sei. Ein roter Nutri-Score sei kein Verbot und ein grüner Score kein Freipass. Es gehe nur darum, bei verschiedenen Marken die gesündere Variante eines Produkts zu erkennen, schreibt das BLV. Dass dies explizit erwähnt werden müsse, spreche gegen das System, das alles einfacher machen soll, so Sandra Helfenstein vom Schweizer Bauernverband.
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