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Der Rothirsch macht nicht immer nur Freude
Immer mehr erobert sich der Rothirsch seinen Lebensraum auch im Kanton Bern zurück. Darüber freuen sich zu gewissen Zeiten nicht ganz alle. Für Bauern in Schangnau, Röthenbach oder Eggiwil, bei denen der Hirsch in grossen Gruppen Rast macht und das Gras frisst, ist das Hochwild zuweilen ein Ärgernis. Da die Hirsche aber im Frühjahr kommen und sich bis zur Jagdzeit im Herbst längst im Kanton verteilt haben, ist es fast unmöglich, dem Problem mit Abschüssen Herr zu werden. Hirsche seien ursprünglich in Flusstälern und Auenwäldern heimisch, erst der Mensch habe sie in gebirgigere Gegenden zurückgedrängt, sagt Wildhüter Fritz Dürig. Schangnau sei wie ein Autobahnkreuz, wo es zu gewissen Zeiten Stau gebe. Gut wäre es, wenn die Hirsche wieder mehr Korridore für ihre Wanderung vorfänden. Dass sich die Tiere ihren ursprünglichen Lebensraum zurückeroberten, lasse sich kaum aufhalten.
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