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| Politik

Geht es nach dem Nationalrat, soll UKW nun doch länger verfügbar sein

Erneut entfacht die Diskussion um die analoge Radioverbreitung. Der Nationalrat stellt sich klar zu einer Verlängerung der UKW-Konzessionen. Dies obwohl der geplante, schweizweite Abschalttermin auf 31.012.2026 beschlossene Sache war.

Der Umstieg auf die digitale Verbreitung sei praktisch vollzogen, so der Bundesrat. Lediglich 7% der Bevölkerung nutze ausschliesslich UKW, so sagen Erhebungen (Quelle GfK Switzerland, DigMig-Befragung.
Dass die SRG Programme, welche ihre Verbreitung über UKW per Ende 2024 eingestellt hat, massive Verluste von Hörer:innen hinnehmen mussten, hat nun einige der Privatradiobetreiber mehr als aufgeschreckt. Namentlich Programmanbieter in der West- und Südschweiz befürchten eine Abwanderung ins Nahe Ausland.
Zudem seien ähnliche Rückgänge der Hörerzahlen für die privaten Sender wirtschaftlich nicht aufzufangen. Es wird ein bedrohlicher Rückgang der Werbeerträge befürchtet.

Darum - so der Nationalrat, soll die Umstellung auf DAB+ noch langsamer erfolgen als geplant.
Gegen  dieses Ansinnen votierte eine Minderheit, wie auch der zuständige Bundesrat Albert Rösti. Die Radiobranche habe sich diesen Fahrplan selbst vorgegeben, weitere Investitionen in eine Technologie welche sich überlebt habe, seien nicht zukunftsorientiert.
Die Motion geht nun an den Ständerat. Ob bei einer Annahme die Konzessionen verlängert, oder allesamt neu ausgeschrieben werden, steht noch nicht fest.

Auch Radio neo1 sendet nach wie vor auf UKW, insofern verfolgen wir die Entwicklung aufmerksam.
 

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