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Der Kanton Bern spricht von einem guten Wolfsjahr

Vor drei Jahren hat der Wolf im Kanton Bern 65 Tiere gerissen, letztes Jahr waren es nur noch sechs gerissene Tiere. Dieser Rückgang freut die Verantwortlichen des Kantons.

Dies kann aber schnell wieder ändern, sagt Christian Heeb vom Berner Jagdinspektorat gegenüber neo1. "Dies ist eine Momentaufnahme des letzten Jahres. Es waren weniger Wölfe unterwegs, deshalb wurden auch weniger Tiere gerissen. Die Wölfe sind aber alles andere als sesshaft. Auf der Suche nach Nahrung und potenziellen Partnern wandern sie weite Strecken."

Wie fest der Rückgang von Wolfsrissen mit dem freiwilligen Herdenschutz zusammenhängt sei schwierig zu sagen, sagt Christian Heeb. Es sei aber so, dass ein Umdenken stattfindet und Tierbesitzer den finanziellen und personellen Aufwand vermehrt auf sich nehme, um die Herde zu schützen. Bei den direkt Betroffenen in Schangnau zum Beispiel sind die Meinungen immer noch gespalten. Gemeindepräsident Beat Gerber sagt: "Es ist schon so, dass alle das Gefühl haben, dass die Wolfsthematik abgenommen hat. Die direkt Betroffenen sehen dies natürlich anders. Man hat den Wolf weniger wahrgenommen als vorher. Über die Gründe kann ich aber auch nur spekulieren."

So oder so bleibt der Wolf ein emotionales Thema sagt Beat Gerber.

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