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"Dem Boden eine Stimme geben" - für die Artenvielfalt

Ein Mikrofon in den Boden stecken und reinhören. Das Projekt Sounding Soil macht genau dies - auch in der Region. Boden der lebt, klingt auch, sagen die Initianten. Und das sage auch etwas über die Bodengesundheit aus.

Es fing damit an, dass sich Künstler an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK damit beschäftigten, wie Bäume klingen. Und mit denselben Sensoren kurzerhand auch den Boden analysierten. Sie stellten fest: Der Boden klingt! Und je nach dem, wo man die Sensoren in den Boden steckt, klingt der Boden unterschiedlich. Inzwischen hat sich die Stiftung für ökologische Entwicklung, die Biovision, dem angenommen. In der ganzen Schweiz hat sie verschiedene Böden nach ihren unterschiedlichen Klängen untersucht. Auch im Emmental, zum Beispiel in Koppigen oder im Trub. Projektleiterin Sabine Lerch erklärt gegenüber neo1, dass man Unterschiede zwischen verschieden bewirtschafteten Böden hören kann. So klingt etwa wenig bewirtschaftetes Land vielfältiger als stark genutztes. Nun möchte die Forschung gerne einen Schritt weitergehen und die Aufnahmen zur Erforschung der Artenvielfalt verwenden. Weit sei die Forschung hier allerdings noch nicht vorangeschritten. 

Wer sich vom Klang des Bodens selber ein Bild machen möchte: Ab Samstag ist Sounding Soil in Münsingen auf der Bioschwand zu Gast. Weitere Informationen gibt es hier.

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