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Das Insektensterben bremsen
Mindestens 163 Insektenarten gelten in der Schweiz als ausgestorben, 40 Prozent der Arten gelten als gefährdet. Mit der heute lancierten Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» nimmt Pro Natura diese dramatische Entwicklung in den Fokus und zeigt auf, was dagegen zu tun ist.
Unsere Insekten sterben und damit verschwindet die Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Frösche oder Fledermäuse. Aber auch für den Menschen ist das Verschwinden der Insekten fatal, da unsere Nahrungsmittelproduktion auf die Blütenbestäuber angewiesen ist.
«Die enorme Vielfalt der Insekten ist nicht einfach aus einer Laune der Natur entstanden. Insekten haben entscheidende Funktionen im Ökosystem», sagt Lea Kamber an der heutigen Lancierung der Pro Natura Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» in Zürich.
Insekten brauchen Biodiversität
Schmetterlinge, Bienen, Schwebfliegen und ihre Artgenossen verschwinden, weil natürliche Lebensräume fehlen. Felder und Obstbäume werden mit Pestiziden bespritzt; die Lichtverschmutzung schadet den nachtaktiven Insekten; die zunehmende Verstädterung der Schweiz verschlingt wertvolles Kulturland. «Damit sich dies ändert, wird die Pro Natura Kampagne die Politik in die Pflicht nehmen. Gegen das Insektensterben braucht es eine Biodiversitätspolitik, die ihren Namen wirklich verdient», sagt Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekretär von Pro Natura. Die Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» wird auch aufzeigen, was jeder und jede Einzelne tun kann, um die Lebensräume für Insekten zu erhalten.
Als Vorboten der Kampagne werden ab heute bis Ende Mai Plakate und Spots im öffentlichen Raum zu sehen sein. (pd)
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