Symbolbild (pixabay)
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COVID-19-Hilfe für die benachteiligten Bevölkerungsgruppen
Ab Dezember bietet das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Kanton Bern im Rahmen eines Pilotprojekts im gesamten Kanton Sensibilisierungsworkshops für benachteiligte und verletzliche Menschen an, gekoppelt an eine Impfmöglichkeit. Das SRK entwickelt damit ein mobiles Angebot und geht mit Informationen, Beratungen, Tests und Impfungen direkt auf diese Bevölkerungsgruppen zu.
Eine Erhebung des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat Lücken in Bezug auf COVID-19-Angebote für benachteiligte und verletzliche Bevölkerungsgruppen in der Schweiz aufgezeigt. Studien belegen, dass Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status stärker von der Pandemie betroffen sind, heisst es in einer Mitteilung. Für die gesundheitliche Chancengleichheit und zum Schutz der Gesamtbevölkerung, sollen alle in der Schweiz wohnhaften Menschen Zugang zu den COVID-19 Informationen und Angeboten haben und diese verstehen und nutzen können – auch benachteiligte Bevölkerungsgruppen, wie Geflüchtete, Obdachlose, Armutsbetroffene und bildungsferne Schweizerinnen und Schweizer.
Zugang zu benachteiligten Bevölkerungsgruppen
Die Erhebung des SRK vom September 2021 bei den Kantonen hat ergeben, dass es aktuell zu wenig COVID-19 Angebote für sozial Benachteiligte gibt, und dass gerade bei diesen Menschen ein grosses Bedürfnis besteht, im direkten Austausch mit Gesundheitsfachpersonen, ihre Bedenken und Fragen zu diskutieren. Die Erhebung wurde vom Bundesamt für Gesundheit unterstützt.
In den vergangenen Monaten haben die Kantone Anstrengungen unternommen, die Gesamtbevölkerung umfassend zu informieren und zu schützen. Im Rahmen des Projekts «Mobile COVID-19-Angebote» nutzt das SRK nun sein Netzwerk an Multiplikatoren und Organisationen, die die Interessen der benachteiligten Bevölkerungsgruppen vertreten, um den Informationen auch bei diesen Menschen noch besser Gehör zu verschaffen, damit Taten folgen können. "Wir wollen direkt zu den betroffenen Leuten mit den Informationen", erklärt die zuständige Projektleiterin Daniela Arauz.
Das Pilotprojekt wird durchgeführt vom SRK Kanton Bern und Public Health Services, einer Beratungsunternehmung in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung. Ab Dezember finden im gesamten Kanton von Ärzt/-innen begleitete Sensibilisierungsworkshops in verschiedenen Sprachen für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen statt. Neben den Workshops besteht die Möglichkeit, sich vor Ort testen oder impfen zu lassen.
Die erste Veranstaltung im Rahmen des Projekts «Mobile COVID-19-Angebote» findet in Kehrsatz statt. Weitere Veranstaltungen werden laufend auf der Website des SRK Kanton Bern publiziert. (neo1 / pd)
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