Symbolbild: Pixabay.com
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Coronavirus: Menschen mit Cystischer Fibrose sind besonders gefährdet
Die Cystische Fibrose ist eine der häufigsten Erbkrankheiten. Infolge eines Gendefektes wird in vielen Organen des Körpers ein sehr zäher Schleim produziert. Vor allem die Lunge ist von der Stoffwechselkrankheit betroffen. Deshalb ist die Lungenkrankheit, das neuartige Coronavirus besonders gefährlich für betroffene Personen.
Auch für Reto Weibel, Co-Präsident der schweizerischen Gesellschaft Cystische Fibrose ist das Coronavirus eine grosse Gefahr. Seit rund fünf Jahren lebt er mit einer Spenderlunge und muss während der Grippesaison besonders vorsichtig sein. Nun ist er wegen des Coronavirus in grosser Sorge und lebt vorübergehend alleine, um nicht angesteckt zu werden.
"Ich habe mich quasi selber unter Quarantäne gestellt"
Betroffen ist auch Christine Schütz aus Konolfingen. Die 44-Jährige hat seit ein paar Jahren eine neue Lunge. Wegen Abstossreaktionen des Körpers ist ihr Immunsystem nun stark geschwächt. Jeder Virus, jede Grippe kann für sie daher schwere Folgen haben. Während Grippemedikamente aber helfen, gibt es gegen das Coronavirus noch keine Medikamente. Eine Infektion würde daher mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich enden. Die einzige Möglichkeit, dies zu verhindern, ist daher die Isolation. Christine Schütz geht nur noch zum Arbeiten aus der Wohnung und empfängt keine Gäste mehr.
Kommt es vor, dass sie das Haus für einen Arztbesuch verlassen muss, trägt sie immer einen Mundschutz. Das sei aber unangenehm. "Wie Menschen reagieren komisch, wenn man mit dem Mundschutz unterwegs ist. Auch wenn ich das Virus selbst nicht habe und mich nur schützen will, werde ich als Aussenseiterin behandelt", erzählt Christine Schütz. Sie hofft daher - wie alle anderen Betroffenen - dass die Coronavirus-Epidemie sobald als möglich zu Ende geht. So, dass auch ihre Quarantäne möglichst bald ein Ende findet.
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