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| Tourismus

Campingplätze fühlen sich im Stich gelassen

SAC-Hütten, Jugendherbergen oder auch Hotels sind nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen wieder offen, oder mussten teilweise gar nicht erst schliessen. Die Campingplätze in der Schweiz bleiben aber weiterhin geschlossen. Die Plätze fühlen sich vergessen und sind enttäuscht vom Bundesrat.

"Wir haben viele Anfragen und muss die Leute immer enttäuschen", sagt Theo Bracher, Leiter des Campingplatzes Gohl in Langnau. Er verstehe nicht wieso andere Betriebe offen sind und die Campingplätze nur für die Dauermieter offen sein dürfen. Ausserdem rechnet er mit grossen finanziellen Einbussen. 

Auch Marcel Zysset, Vize-Präsident des Branchenverbandes der Schweizer Campingplätze Swisscamp, sagt, dass mit grossen Verlusten in der ganzen Branche zu rechnen ist. Die Gründe, welche der Bund nennt weshalb die Campingplätze geschlossen bleiben, sind für Marcel Zysset nicht nachvollziehbar. "Es ist ein Drama, wir fühlen uns ungleich behandelt", so Zysset.
Der Branchenverband hat bereits an Ostern ein Schutzkonzept eingereicht, wurde aber bisher immer wieder enttäuscht. Marcel Zysset und die ganze Branche hofft nun auf den 8. Juni. Voraussichtlich dürfen die Campingplätze dann wieder für alle öffnen. Der Bundesrat entscheidet an seiner Sitzung vom 27.05.20. "Wir machen weiter Druck und vielleicht dürfen wir sogar noch vor Pfingsten wieder alle empfangen", meint Marcel Zysset. 

 

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