Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Pestalozzi gibt es keine Überdachung (Bild: Screenshot search.ch)
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Burgdorf: Jugendliche fordern angenehmeren Pausenplatz
Ein Pausenplatz, der nicht wirklich dazu einlädt, Pause zu machen. Beim Schulhaus Pestalozzi in Burgdorf fehlt es an Bedachungen, die Schatten spenden oder vor Regen schützen. Jugendliche fordern beim Burgdorfer Stadtrat Massnahmen.
Kaum Bäume, viel Teer und Beton und rund herum hohe Gebäude. An einem heissen Sommertag lädt der Pausenplatz des Schulhauses Pestalozzi in Burgdorf nicht unbedingt ein, lange dort zu verweilen. Es gibt keine Bedachung, die Schatten spendet. "Hinzu kommt, dass selbst die Fahrradabstellplätze der Schülerinnen und Schüler derzeit über eine bessere Überdachung verfügen, als die Aufenthaltsbereiche für die Lernenden selbst", ist in einem Jugendantrag an den Burgdorfer Stadtrat zu lesen. Einige Jugendliche setzen sich dafür ein, dass ihr Pausenplatz eine Bedachung erhält, die Schatten spendet und vor Regen schützt. Ihre Forderungen wurden am Montag im Burgdorfer Stadtrat besprochen. Die Antwort des Gemeinderats: So einfach gehe das nicht. Der Denkmalschutz und ein unterirdisches Becken, das Hochwasser auffängt, direkt unter dem Pausenplatz, machen das Bauen eines Daches und das Pflanzen von Bäumen zu einer komplizierteren Angelegenheit. Zudem sollen das Schulhaus Pestalozzi im Rahmen der Burgdorfer Schulraumplanung in den Jahren 2031 bis 2035 sowieso umfassend saniert werden. "Bei dieser Sanierung werden auch die Pausenplätze angeschaut. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler auch miteinbezogen", so die zuständige Gemeinderätin Beatrice Kuster Müller zu neo1.
Kleinere Massnahmen wurden bereits umgesetzt
Das Engagement der Jugendlichen hat sich dennoch gelohnt. Bereits vor der Sitzung des Parlaments wurden kleinere Massnahmen auf dem Pausenplatz Pestalozzi umgesetzt. Seit Herbst gibt es unter anderem Ständer für grosse Sonnenschirme und es wurden am Rand des Geländes zwei Bäume gepflanzt. Weitere ähnliche Massnahmen sind auch für 2026 geplant. "Ich finde es grossartig, dass sich die Jugendlichen an die Politik gewendet haben und sich engagieren", so Gemeinderätin Beatrice Kuster Müller. Das Burgdorfer Parlament hat den Jugendantrag mit 37 zu einer Stimme angenommen. Damit ist der Gemeinderat beauftragt Massnahmen zu prüfen und die Jugendlichen sind darin ermutigt, sich mit Ideen einzubringen.
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