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| Politik

Coronavirus: Bundesrat verbietet Anlässe mit über 1000 Personen

Wegen der Coronavirus-Epidemie werden Veranstaltungen in der Schweiz mit mehr als 1000 Personen ab sofort und bis mindestens am 15. März verboten. Massiv davon betroffen ist auch der Sport.

Der Bundesrat fällte diesen Entscheid wegen der Coronavirus-Epidemie. Nicht zuletzt die oberen Ligen im Fussball und Eishockey stehen vor grossen Herausforderungen.

Die Swiss Football League hat alle Fussball-Partien vom Wochenende der Super League und der Challenge League abgesagt und auf ein noch nicht bestimmtes Datum verschoben. Über den weiteren Verlauf der Meisterschaft werde die SFL in enger Absprache mit den Behörden und den Klubs in der kommenden Woche informieren, teilte die Liga mit.

Aufgrund des hohen Termindrucks und um die Meisterschaft in einem regulären Rahmen weiterführen zu können, müssten Spiele ohne Zuschauer ins Auge gefasst werden, so die SFL in ihrer Mitteilung. Gleichzeitig müssten bei der Diskussion der möglichen Szenarien aber auch die wirtschaftlichen Interessen der Klubs berücksichtigt werden. 

Die für Freitag bis Sonntag angesetzten Eishockey-Spiele in der National League und Swiss League finden vor leeren Zuschauerrängen statt. Dies gab der Eishockeyverband nach einer kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz mit den Klubs bekannt. In den letzten beiden Runden der Qualifikation in der National League (Freitag und Samstag) fallen unter anderem die Entscheidungen im Rennen um die Playoff-Plätze.

In den Stadien zugelassen sind nur die Delegationen beider Mannschaften, die Schiedsrichter des Spiels, Funktionäre von Liga und Verband, im Einsatz stehende Mitarbeitende des Heimklubs sowie akkreditierte Medien. Radio neo1 kommentiert die Hockey-Spiele der SCL Tigers somit an diesem Wochenende wie gewohnt live.

"Ich habe damit gerechnet das etwas kommt, aber das es so schnell passiert, habe ich nicht gedacht", sagt der Geschäftsleiter der SC Tigers, Peter Müller zu neo1. Die Heimspiele der Tigers, werden komplett "heruntergefahren", so Müller. "Wie es dann weiter geht, wird sich Anfang nächster Woche zeigen". 

Über das Vorgehen bezüglich der am 7. März beginnenden Playoff-Viertelfinals in der National League werden die Liga und die Klubs im Rahmen einer ausserordentlichen Ligaversammlung am Montag entscheiden. Dasselbe gilt auch für den weiteren Verlauf der Meisterschaft in der Swiss League, in der die Playoffs bereits vier Spieltage alt sind.

Fasnacht betroffen

Die Berner Fasnacht ist abgesagt: Nach dem Grossanlass-Verbot des Bundesrats müssen alle Festivitäten vom Freitag und Samstag abgesagt werden. Das teilten die Veranstalter der Fasnacht auf ihrer Website mit. Auch die Bieler Fasnacht findet nicht statt. Die Verantwortlichen Personen der Langenthaler-Fasnacht haben sich am Freitagnachmittag ebenfalls entschieden die Fasnacht ausfallen zu lassen.

"Dies ist ein trauriger Tag für Langenthal, wir danken hunderttausendmal für die geleistete Arbeit von allen Beteiligten!", heisst es in einer Medienmitteilung. Sämtliche Einzelbewilligungen für alle Bars etc. werden zurückgezogen, ebenso die Freinachtbewilligungen, heisst es weiter. Dies habe einschneidende Konsequenzen für alle beteiligten Fasnächtler und insbesondere für die Finanzen der LFG (Langenthaler Fasnachts Gesellschaft). Eine Verschiebung der Fasnacht sei logistisch praktisch unmöglich, weder für Wagenbauer noch für Cliquen. Zudem wüssten die Veranstalter nicht nicht wann eine Freigabe von Veranstaltungen erfolgt.

Auch Messen sind betroffen, so zum Beispiel die Agrimesse in Thun. Auch der Survivalrun in Thun findet nicht statt. 

Ebenso fallen schweizweit diverse Veranstaltungen auf Grund des Corona Virus aus. Darunter die Basler Fasnacht, der Genfer Autosalon, der Engadiner Skimarathon oder auch Konzerte im Zürcher Hallenstadion. (sda / neo1) 

Seit Freitagnachmittag ist die Hotline für Fragen rund um die Erlaubnis von Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen im Kanton Bern in Betrieb.

Die Nummer lautet: 0800'634'634.

Für medizinische Auskünfte steht die Hotline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Verfügung: Telefonnummer: 0041'58'463'00'00.

Audio 1: Welche Anlässe finden nich statt?
Audio 2: Entscheid Bundesrat
Aadio 3: SCL Tigers Geschäftsführer Peter Müller im neo1-Interview
Audio 4: Keine Fasnacht in Langenthal

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